Der erste Act des Abends hat es beim Eurovision Song Contest traditionell schwer. Während viele Zuschauer erst langsam ankommen, muss jemand direkt zu Beginn die Stimmung anheizen – und genau daran scheitern oft Kandidaten.
Nicht aber Satoshi.
Der Sänger aus Moldawien macht vom ersten Moment an klar: Hier wird nicht vorsichtig gestartet. Hier wird eskaliert. Schon mit den ersten "Viva Moldova"-Rufen springt die gesamte Wiener Stadthalle an. Innerhalb weniger Sekunden klatscht die Arena mit, tanzt und singt den Refrain lautstark mit. Und plötzlich sitzt wirklich niemand mehr.
Musikalisch ist "Viva, Moldova" eine wilde Mischung aus Balkan-Beats, Party-Sound, Folklore und internationalen Einflüssen. Mehrsprachige Zeilen auf Rumänisch, Spanisch, Italienisch und Französisch machen den Song zusätzlich chaotisch – im besten Sinne.
Genau dieses kontrollierte Chaos ist aber die große Stärke des Auftritts. Satoshi wirkt keine Sekunde nervös, feierte permanent mit der Kamera, dem Publikum und seinen Tänzern. Sogar der Kameramann selbst tanzte mit! Die Performance fühlt sich weniger nach ESC-Beitrag und mehr nach riesiger Party an.
Besonders auffällig: die Atmosphäre in der Halle. Schon nach wenigen Sekunden wird klar, dass Moldawien den perfekten Opener liefert. Der Song ist laut, bunt, überdreht und genau die Art von Nummer, die beim Publikum sofort hängen bleibt.
Auch optisch fährt die Delegation groß auf: traditionelle Elemente treffen auf moderne Party-Ästhetik, dazu schnelle Kamerafahrten, Dauerbewegung und Pyro-Momente, die die Halle endgültig zum Kochen bringen.