Es sind Worte, die tief gehen: Star-Koch Johann Lafer (68) hat seine schwere Krebserkrankung erstmals öffentlich gemacht. Der beliebte Gastronom leidet an Lymphdrüsenkrebs – eine Diagnose, die sein Leben bereits vor rund zweieinhalb Jahren verändert hat, wie er nun im Gespräch mit "Bild" offenlegt.
Lange habe er die Krankheit für sich behalten. Selbst seine Kinder erfuhren demnach erst vor wenigen Monaten davon. Nur seine Ehefrau war von Beginn an eingeweiht und stand ihm in dieser Zeit eng zur Seite.
"Meine Krankheit wurde bereits vor zweieinhalb Jahren entdeckt", erzählt Lafer. Zunächst hätten die Ärzte die Lymphknoten beobachtet, später seien mehrere entfernt worden. Danach habe sich die Diagnose bestätigt. Der Weg sei seither geprägt von Behandlungen, Unsicherheit – und Hoffnung.
Besonders dramatisch wurde es Anfang 2026, als sich sein Zustand deutlich verschlechterte. Seit Jahresbeginn befindet sich der TV-Koch in einer Chemotherapie und hat bereits vier Zyklen hinter sich.
Trotz der Belastung zeigt sich ein vorsichtiger Optimismus. "Das ist das Positive: Man sieht, dass die Knoten kleiner werden. Dass die Behandlung anschlägt. Und das gibt mir Kraft", sagt Lafer.
Auch emotional habe ihn die Krankheit verändert – vor allem der Blick auf das Leben und seine Familie. "Wir wollten es so lange wie möglich geheim halten. Sie sind dann sofort gekommen. Sie waren unglaublich stark", erzählt er über seine Kinder Jennifer (31) und Jonathan (25), die später informiert wurden.
Besonders wichtig ist für Lafer seine Frau Silvia, mit der er seit Jahrzehnten durchs Leben geht. "Wir haben bei null angefangen. So etwas schweißt zusammen", sagt der 68-Jährige.
Neben der Therapie gibt ihm auch der Glaube Halt. Lafer beschreibt ihn als stille, aber konstante Kraft in seinem Leben. Und er spricht offen über seine Gedanken zum Tod – geprägt von persönlichen Erfahrungen in der Familie.
Trotz aller Schwere versucht der Star-Koch, den Fokus auf das Positive zu richten. Kleine Momente im Alltag bedeuten ihm heute mehr denn je. "Da sagt plötzlich ein Taxifahrer zu mir: ,Ihr Rührei ist das beste der Welt.‘ Das berührt mich heute mehr denn je."
Und Lafer zieht daraus seine Konsequenz: weniger Tempo, mehr Leben. Reisen, Zeit mit der Familie, bewusste Pausen – Dinge, die früher oft verschoben wurden.
"Ich kämpfe", sagt er am Ende. "Und ich glaube fest daran, dass ich das schaffe. Auch mithilfe meiner tollen Freunde und Familie."