Tränen der Erleichterung

"Testament schon gemacht" – Ex-Ministerin besiegt Krebs

Aufatmen nach der Schock-Diagnose Darmkrebs mit Hirnkarzinom: Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky gilt als geheilt, sprach darüber mit "Heute". 
Christian Tomsits
22.05.2026, 16:00
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Aus ihrem lichtdurchfluteten Arbeitszimmer blickt Andrea Kdolsky (63) durch "französische Fenster direkt in den Wienerwald". Der zeigt sich derzeit sattgrün – die Farbe der Hoffnung. Vor Kurzem weinte die sonst taffe Ex-Gesundheitsministerin vor Erleichterung, denn sie erhielt ihren negativen Krebsbefund. "Ja, ich habe den Krebs besiegt", sagt sie. Dabei fiel riesiger Druck von ihr ab.

In der Öffentlichkeit hatte sie sich bewusst stark und kämpferisch präsentiert, wollte anderen ein Vorbild sein. Doch im Gespräch mit "Heute" gesteht Kdolsky nun offen ein: "Ich hatte eigentlich schon mein Testament gemacht."

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Zufriedenes Lächeln - so zeigt sich jetzt Andrea Kdolsky.
privat

Dass Krebs nicht automatisch den Tod bedeutet, betonte die Gesundheitsbeauftragte des Landes Burgenland, die derzeit am Aufbau eines "Maggie’s Centre" mitarbeitet, immer und immer wieder. Trotzdem hatte sie bereits ihr eigenes Begräbnis geplant. Sie wünschte sich eine Naturbestattung, bei der man "als Blume wieder rauskommt". Zum Glück ist das nun wohl noch lange kein Thema.

Was ihr neben Disziplin und Therapie bei der Heilung geholfen hat? "Ich lebe einfach so gern." Endlich müssen ihre Freunde sich "keine Sorgen um mich mehr machen", sagt Kdolsky erleichtert.

Der Blick aus dem Fenster - ein Schmetterling ziert die Aussicht ins Grüne.
privat

Sogar der Landeshauptmann habe ihr bereits herzlich zur Genesung gratuliert. Die letzte Chemotherapie liegt schon "etwas mehr als zwei Wochen" zurück. "Ich fühle mich wohl, kann endlich wieder genussvoll essen. Nur Schweinsbraten geht noch nicht", lacht sie. Wie vielen Krebspatienten "graust mir richtig vor Fleisch".

Was sie ebenfalls nicht stört: Ihre Haare wachsen schon nach – allerdings "zerstrudelt" und grau. "Kurze graue Haare. Ich finde, das steht mir", sagt sie aber – der Kampf ums Überleben mache eben auch uneitel: "Ich bin einfach froh, dass ich am Leben bin." Kdolsky steckt jetzt jedenfalls wieder voller Tatendrang: Ihr Krebszentrum, ein zweites Buch und "dann eine Reha" stehen jetzt am Programm. Nur von Facebook hat sie sich kürzlich verabschiedet. "Das war mir alles zu negativ. Ich will alle Energieräubern entfernen", sagt sie.

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