Noch-ORF-Chef Wrabetz will Armin Wolf befördern

Armin Wolf übte mitunter auch Kritik an Alexander Wrabetz, nun könnte dieser den Anchorman zu einer Beförderung verhelfen. Archivbild.
Armin Wolf übte mitunter auch Kritik an Alexander Wrabetz, nun könnte dieser den Anchorman zu einer Beförderung verhelfen. Archivbild.Andreas Lepsi / picturedesk.com
Roland Weißmann wird ab Jänner 2022 neuer ORF-Generaldirektor. Amtsinhaber Alexander Wrabetz ließ am Dienstag noch mit einer Aussage aufhorchen. 

Am Dienstag wurde ein neuer ORF-Generaldirektor gewählt. Der Stiftungsrat setzte den bisherigen Chef, Alexander Wrabetz, mit deutlicher Mehrheit ab. Auf ihn wird Roland Weißmann folgen. Der als ÖVP-nahe geltende Kandidat erhielt 24 von 35 möglichen Stimmen und ließ dem scheidenden Chef und den übrigen Herausforderern keine Chance. 

Am Nachmittag stellte sich Noch-Chef Wrabetz der Öffentlichkeit. In seinem ersten Statement nach Bekanntwerden der Niederlage machte er keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. "Es hat die Regierung entschieden mich abzusetzen und das hat der Stiftungsrat auch gemacht", erklärte ein sichtlich enttäuschter Alexander Wrabetz in seinem ersten Statement. 

Wrabetz hat noch viel vor

Doch auch wenn die heutige Wahl deutlich verloren ging, so ist Wrabetz noch bis Jahresende der starke Mann im ORF. Und die verbleibende Zeit bis zur Amtsübergabe will Wrabetz ganz und gar nicht tatenlos verstreichen lassen. Er qualifizierte die Rest-Zeit  als "vier besondere Monate". Wrabetz will bis zum Jahresende noch einige Projekte vorantreiben -  so gelte es etwa das Standortprojekt zu finalisieren.

Angesichts des neuen ORF-Newsrooms skizzierte er auch eine mögliche neue Führungsriege, die noch im laufenden Jahr bestellt werden soll. Als neuen Digital-Chef brachte der scheidende Generaldirektor ein bekanntes Gesicht in Spiel. So könne er sich Armin Wolf in dieser Rolle vorstellen.

Noch nichts fix

Wrabetz relativierte dies dann in seinen weiteren Ausführungen, die aufhorchen ließen. Das sei keine Bestellung erklärte er auf die Nachfrage der überraschten Medienschar. Die Stelle müsse freilich ausgeschrieben werden und er wisse auch nicht, ob Wolf Interesse an der Stelle habe. Man müsse aber nun nicht alles neu machen, nur weil es einen neuen Newsroom geben werde, erklärte Wrabetz. Es gebe gute Leute im ORF und es habe eine gewisse Logik, diese für zu besetzende Posten ins Auge zu fassen.

So nannte er außerdem auch Matthias Schrom für die Sparte TV oder Gabriele Waldner für Journale ins Rennen. Auch in diesen beiden Fällen wollte Wrabetz nur veranschaulichen, dass es fähige Leute in den eigenen Reihen gebe. 

Weißmann erhielt 24 der 35 Stimmen.
Weißmann erhielt 24 der 35 Stimmen.APA-Grafik / picturedesk.com
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