Oberösterreich

Noch teurer – Bier-Fans müssen jetzt ganz stark sein

Na Prost! Nach der Ukraine-Krieg könnte auch der Klimawandel den Bierpreis nach oben treiben. Ein Brauerei-Chef erklärt die Hintergründe.

Peter Reidinger
Durch den Klimawandel könnte Bier in Zukunft noch teurer werden.
Durch den Klimawandel könnte Bier in Zukunft noch teurer werden.
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Bierfreunde werden bei dieser Nachricht schäumen: Nicht nur die hohen Energie- und Personalkosten könnten in den kommenden Jahren für steigende Gerstensaft-Preise sorgen.

Auch das immer wärmere Wetter hat bereits einen Einfluss auf die Brauereien: Wasser, Gerste, Hopfen – bei allen drei Zutaten für Bier gibt es Veränderungen, so Ewald Pöschko, Geschäftsführer von Freistädter Bier.

Rechnet heuer mit 25 Prozent weniger Hopfen wegen der Hitze: Ewald Pöschko, Chef der Freistädter Brauerei.
Rechnet heuer mit 25 Prozent weniger Hopfen wegen der Hitze: Ewald Pöschko, Chef der Freistädter Brauerei.
privat

Sinkender Wasserspiegel

"Der Wasserspiegel sinkt", so Pöschko über die Brunnen und Quellen. Grund sind weniger Niederschläge. Bei der Gerste sei es mittlerweile möglich, Sommergerste im Herbst anzubauen, weil die Winter nicht mehr so kalt sind. In der kalten Jahreszeit können die Pflanzen dann Wurzeln schlagen, sind besser fürs Frühjahr gerüstet.

Und der Hopfen? "Der liebt Temperaturunterschiede wie im Mühlviertel", so Pöschko. Also kühle Nächte und warme Tage im Sommer. Zu viel Hitze in der Nacht und über 30 Grad am Tag hingegen sind nicht so ideal.

Die Bauern versuchen, neue Sorten zu züchten, aber das dauert. "Weil Hopfen eine langjährige Pflanze ist". Heuer rechnet man mit 25 Prozent weniger Hopfen wegen der Hitze.

Und die Probleme im Anbau von Hopfen und Gerste werden sich am Ende auch auf den Preis niederschlagen.

Werberat schäumt wegen Bier-Plakat

Eine Werbung im Innviertel sorgte für Aufregung: Seit einiger Zeit bewirbt die Brauerei Baumgartner aus Schärding auf Plakatwänden ihr neues Produkt "Baumgartner Hell". Dem österreichischen Werberat schmeckt diese Reklame ganz und gar nicht: Wegen zahlreicher eingegangener Beschwerden in der vergangenen Woche beschäftigt sich jetzt der Verein in Wien mit der Causa.

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