Noch weniger als 14.000 Fans beim Cup-Finale

Der offizielle Stadion-Plan für das Cup-Finale
Der offizielle Stadion-Plan für das Cup-FinaleBild: Kein Anbieter/zVg
Rapid kämpft weiter um eine Verlegung des Cup-Finales gegen Salzburg. Laut offiziellem Plan passen nun noch weniger Fans ins Austria-Stadion.
Rapid und die Polizei kämpfen immer noch um eine Verlegung des Cup-Finales gegen Salzburg ins Happel-Stadion. Der Viola Park ist den Grün-Weißen zu klein, nur bis zu 14.000 Fans können den Fußball-Hit im Stadion verfolgen. Der offizielle Plan sieht sogar eine noch geringere Kapazität vor.

Vor der Saison erhielt die Generali Arena der Austria den Zuschlag, bis 2022 das Cup-Finale austragen zu dürfen. Eine Entscheidung, die sich nun als Eigentor erweist. Denn ausgerechnet der grün-weiße Erzrivale wird am 1. Mai im vor wenigen Monaten renovierten Schmuckkästchen um den Titel kämpfen.

Pufferzonen: Weniger als 14.000 Fans



CommentCreated with Sketch.4 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Vor dem Halbfinale gab es eine Sitzung mit allen vier potenziellen Final-Mannschaften, in der das Stadion-Konzept detailliert besprochen wurde. "Heute" liegt dieser Plan vor, zieht man die geplanten Pufferzonen ab, so werden weniger als die eigentlich anberaumten 14.000 Fans ins Austria-Stadion passen. Eine unwürdige Kulisse für ein Cup-Finale.

Das findet auch Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek, der weiter für eine Verlegung ins Happel-Oval kämpft. "Das Austria-Stadion ist zu klein für ein Finale mit Rapid", meint Peschek im Gespräch mit "Heute".

ÖFB hält am Plan fest, Rapid kämpft



Die Diskussionen gehen munter weiter, am Donnerstag findet die Sicherheitskonferenz mit der Polizei statt. Die Behörden würden das Endspiel auch lieber im weitläufigen Prater austragen. Der ÖFB will weiterhin im Viola Park spielen, man beharrt auf laufende Verträge: "Im Zuge der Entscheidungsfindung war klar, dass eine potentielle Beteiligung des SK Rapid am UNIQA ÖFB Cup Finale am Standort Viola Park zu einem erhöhten organisatorischen Aufwand führen würde, auch wenn die Ereignisse beim Wiener Derby vom Dezember 2018 damals noch nicht absehbar waren. Nach diesen Vorkommnissen ist der ÖFB nach intensivem Dialog gemeinsam mit dem FK Austria Wien zur Überzeugung gelangt, dass ein Finale mit Beteiligung des SK Rapid trotz dieser Geschehnisse plangemäß abgewickelt werden kann."

International nicht unüblich



Eine Verlegung von Final-Spielen ist im internationalen Fußball keine Seltenheit. So kommt es zum Beispiel in Spanien immer wieder zu Standort-Verschiebungen. Zum Beispiel wenn das Endspiel Real gegen Barcelona heißt, wird meist in Valencia gespielt, um einen neutralen Schauplatz zu gewährleisten. In den letzten Jahren wurde auch der Final-Ort erst dann gewählt, als die beiden Finalisten feststanden.

Eine ähnliche Lösung strebt auch Rapid nach wie vor an.

(pip)

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