Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begrüßt die Initiative von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP): "Die Welt war schon einmal ein friedlicherer und sicherer Ort. Angesichts der aktuellen geopolitischen Entwicklungen ist jedem klar, dass Sicherheit und Frieden in Europa keine Selbstverständlichkeit sind."
Und weiter: "Österreich ist ein neutrales Land, aber Neutralität braucht Wehrhaftigkeit. Wir müssen in der Lage sein, unser Land und unsere Landsleute gegen Bedrohungen zu verteidigen. Nur ein militärisch einsatzbereites Österreich kann sein Schicksal im Ernstfall selbst bestimmen. Ich danke Verteidigungsministerin Klaudia Tanner für ihre Initiative und allen Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz für die Sicherheit und den Schutz unserer Heimat", betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
"Die Empfehlungen der Wehrdienstkommission liefern eine gute Grundlage und zeigen, wie wichtig eine zukunftsfitte Weiterentwicklung des Bundesheeres ist", so Mikl-Leitner weiter. "Gerade auch die Miliz ist ein zentraler Bestandteil unserer Verteidigungsfähigkeit. Miliz-Übungen sind notwendig und gut, um im Ernstfall rasch und professionell handeln zu können."
"Ein starkes Bundesheer hat einzig und allein den eigenen Interessen zu dienen: Unserer immerwährenden Neutralität, unserer Souveränität und dem Schutz unserer Heimat", stellt wiederum FPÖ Niederösterreich-Landesparteiobmann und LH-Stellvertreter Udo Landbauer zur Wehrpflichtsdebatte klar.
Ein wehrfähiges, starkes Bundesheer sei eine lange, zentrale Forderung der FPÖ, daher sei grundsätzlich eine Verlängerung des Wehrdienstes begrüßenswert, aber noch viel wichtiger sei eine Sicherheitsstrategie, bei der die Neutralität in Stein gemeißelt sein muss. "Was die Systemparteien nämlich gänzlich ausblenden, ist die Rolle unseres Heeres und die Verwendung unserer Soldaten in außenpolitischen Angelegenheiten. Sollen unsere Soldaten dann für fremde Staaten aufs Schlachtfeld ziehen und bluten?", warnt Udo Landbauer vor "der Kriegslust der EU und vor einer weiteren Anbiederung an die NATO", wie es in einer Aussendung heißt.
"Wir Freiheitliche wollen ein verteidigungskräftiges Heer, aber dem Selbstzweck und Schutz der eigenen Bevölkerung dienend und nicht irgendwelchen fremden Mächten. Unsere Soldaten dürfen nicht als Spielbälle in Konflikte anderer Länder hineingezogen werden. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern einfach schuldig", so Landbauer.