Martyrium begann mit 13

Pensionist missbrauchte Mädchen – es wurde schwanger

Nach schweren sexuellen Übergriffen auf ein Mädchen ist ein Pensionist (73) am Landesgericht Korneuburg zu neun Jahren Haft verurteilt worden.
Niederösterreich Heute
20.01.2026, 17:21
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Es handelt sich um den zweiten Rechtsgang in dem aufsehenerregenden Fall am Landesgericht Korneuburg. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hatte ein früheres Urteil teilweise aufgehoben. Das aktuelle Urteil ist nicht rechtskräftig.

Laut Anklage begannen die sexuellen Handlungen, aus denen auch eine Schwangerschaft hervorging, als das Opfer erst 13 Jahre alt war. Der Angeklagte, ein italienischer Staatsbürger, hatte das Mädchen in der Ukraine kennengelernt und der Familie im Sommer 2022 bei der Flucht nach Österreich geholfen. In einer von ihm organisierten Unterkunft im Weinviertel lebte der Mann anschließend in unmittelbarer Nähe zu den Geflüchteten.

Fast tägliche sexuelle Übergriffe

Ab 2024 sollen der Pensionist und das Mädchen laut Staatsanwaltschaft "wie ein Liebespaar" zusammengelebt haben. Der Anklage zufolge kam es dabei nahezu täglich zu sexuellen Übergriffen. Nachdem es zu einem Schwangerschaftsabbruch gekommen war, wurden die Vorfälle bekannt. Der damalige Unterkunftgeber informierte die Schule, in weiterer Folge wurde eine Gefährdungsmeldung an die Bezirkshauptmannschaft erstattet. Am 30. Dezember 2024 wurde der 73-Jährige festgenommen.

Gewalt, Missbrauch – hier gibt es Hilfe: https://www.gewaltinfo.at/hilfe-finden/hilfsorganisationen.html

Sexualbezogenes Kindesmissbrauchsmaterial

Im ersten Prozess hatte sich der Angeklagte großteils nicht schuldig bekannt, geständig war er lediglich zur Herstellung von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial. Verurteilt wurde er unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses. In einem dieser Punkte hob der OGH das Urteil auf, am Montag erfolgte dazu ein Freispruch.

Trotzdem fiel die Strafe im zweiten Rechtsgang höher aus als zuvor – damals waren acht Jahre Haft verhängt worden. Der Angeklagte legte Nichtigkeitsbeschwerde ein, zudem meldeten sowohl er als auch die Staatsanwaltschaft Berufung an.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 21.01.2026, 10:00, 20.01.2026, 17:21
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