Bloßer Verdacht reicht

Null Punkte drohen! Wiener Studenten in Angst wegen KI

Ein Student einer Fachhochschule in Wien schlägt zum Semesterstart Alarm. Studierende werden demnach gewarnt, bei KI-Verdacht drohen null Punkte.
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26.09.2026, 16:23
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Ein Student der FH Technikum Wien schlägt Alarm! Schon der Verdacht, ChatGPT im Zuge von Aufgaben verwendet zu haben, soll bei einer Aufgabe für null Punkte reichen. Er fürchtet, dass Studierende deshalb sogar absichtlich schlechter schreiben.

Null Punkte bei KI-Verdacht

An der FH Technikum Wien sorgt der Umgang mit künstlicher Intelligenz für Verunsicherung. Ein Student des Master-Studiengangs "Industrial Engineering & Business" wandte sich anonym an "Heute".

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Auslöser ist die Aufgabenstellung einer Lehrveranstaltung. Darin heißt es unmissverständlich: Hilfe wie zum Beispiel von KI-Tools wie Chat GPT seien verboten. Falls auch nur irgendwie der Verdacht aufkommt, würden alle Punkte abgezogen werden.

Dem Wortlaut zufolge könnte bereits ein Verdacht ausreichen, um sämtliche Punkte zu verlieren. Wie dieser Verdacht zustande kommt, wie er überprüft wird und ob betroffene Studierende dazu Stellung nehmen können, gehe aus der Aufgabenstellung nicht hervor.

"Wir schreiben absichtlich holpriger"

Der Student berichtet von einer ungewöhnlichen Folge: Einige Studierende würden mittlerweile darauf achten, dass ihre Texte bloß nicht "zu gut" oder "zu glatt" wirken. "Viele von uns schreiben inzwischen absichtlich holpriger, bauen kleine Fehler ein oder meiden bestimmte Formulierungen, damit der Text 'menschlich genug' wirkt", schildert er gegenüber "Heute".

Damit werde aus seiner Sicht genau das Gegenteil dessen erreicht, was ein Studium vermitteln sollte: Statt möglichst klar und professionell zu schreiben, versuchten Studierende, keinen KI-Verdacht zu erregen.

KI-Erkennung ist umstritten

Wenn der Verdacht bestehe, jemand habe unerlaubt KI verwendet, müsse es aus seiner Sicht ein nachvollziehbares Verfahren und die Möglichkeit zur Stellungnahme geben. Eine Möglichkeit wären etwa kurze mündliche Nachbesprechungen.

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Wer eine Arbeit selbst verfasst hat, könnte dabei erklären, wie er vorgegangen ist und wie die eigenen Ergebnisse zustande gekommen sind. Grundsätzlich stellt der Student auch pauschale KI-Verbote infrage. Gerade angehende Ingenieurinnen und Ingenieure würden später in einer Arbeitswelt tätig sein, in der KI-Werkzeuge beim Programmieren, Planen und Dokumentieren eingesetzt werden.

red,26.09.2026, 16:23
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