"Lebensmittel sind so teuer. Einkaufen kann man sich kaum noch leisten", klagt Jennifer V. Die 30-Jährige ist Mutter des vierjährigen Justin – und alleinerziehend. Jeden Monat kämpft die kleine Familie darum, mit dem wenigen Geld über die Runden zu kommen.
Seit dem Vorjahr sucht Jennifer verzweifelt nach Arbeit. Zuvor hat sie als Reinigungskraft gearbeitet. Doch ihr Chef habe ihr irgendwann das Gehalt nicht mehr ordnungsgemäß ausgezahlt, daher musste sie kündigen, erzählt sie. Seither lebt sie von Notstandshilfe und Mindestsicherung.
Die monatlichen Einnahmen (inkl. Alimente) belaufen sich auf rund 1.700 Euro. Doch davon gehen allein über 1.000 Euro nur für die Miete drauf. "Ich muss auch noch Schulden abbezahlen. Am Ende bleiben mir ungefähr 200 Euro im Monat übrig", erzählt die Wienerin.
Von diesem Rest muss alles bezahlt werden: Essen, Kleidung, Drogerieartikel – für Mutter und Kind. Seit Jahren ist der Sozialmarkt ihre Rettung. Dort bekommt sie Windeln für drei Euro – im normalen Handel müsste sie mehr als das Doppelte zahlen. "Ohne dieses Angebot wüsste ich nicht, wie wir überleben sollen. Alles Geld geht in Rechnungen, fürs Leben bleibt nichts. Seit Corona ist es richtig schlimm geworden – die Preise steigen ins Unermessliche", sagt Jennifer.
Hin und wieder springt auch die Pfarre ihres Bezirks ein. "Man unterstützt uns dort mit ein wenig Geld." Davon kann die Familie bei der Le+O-Ausgabe der Caritas zumindest ein Lebensmittelpaket mit nach Hause nehmen.