Der Franzose Noel katapultierte sich mit einem angriffigen zweiten Durchgang noch zum Sieg, setzte sich in 1:43,05 Minuten vor dem Sensations-Zweiten Eduard Hallberg aus Finnland, der bereits zur Halbzeit in Front gelegen war (+0,12), und vor Landsmann Paco Rassat (+0,37) durch. Der Dritte machte in der Entscheidung noch 13 Plätze gut.
"Ich bin glücklich. Der erste Durchgang war nicht so gut, aber der zweite Durchgang war dann gut. Und es ist immer schöner, wenn man mit einem Freund auf dem Podest steht", schmunzelte Noel. "Ich bin gut gefahren, es waren ein paar kleine Fehler, daraus werde ich lernen", so Finnlands Hallberg.
Mit Michael Matt auf Rang zwölf (+0,87) und Johannes Strolz auf Platz 17 (+1,92) schafften es bloß zwei ÖSV-Läufer in die Wertung, sie sorgten für das schlechteste Slalom-Saisonergebnis. So schlecht waren heimische Slalom-Stars im bisherigen Saisonverlauf noch nicht klassiert gewesen.
"Der Fehler im Flachen tut weh, da habe ich viel Zeit liegen gelassen. Aber der Speed passt. Jetzt geht es los, kommen viele coole Rennen", zeigte sich Matt durchaus zufrieden. Er hatte in der Entscheidung immerhin zwei Ränge gutgemacht.
Bereits im ersten Durchgang fuhren die Österreicher bloß hinterher. Mit Matt, Strolz und Manuel Feller hatten es nur drei rot-weiß-rote Slalom-Spezialisten in den zweiten Durchgang geschafft, war der Tiroler Feller als Halbzeit-14. noch der bestklassierte Österreicher, griff auf dem tückisch gesetzten Kurs von ÖSV-Trainer Robert Füß an. Und scheiterte. Genauso wie insgesamt neun Läufer.
Auch die Topstars hatten Probleme auf dem Kurs, Timon Haugan und Atle Lie McGrath aus Norwegen verpassten den Sprung aufs Podest.
Fabio Gstrein, Dominik Raschner und Joshua Sturm schieden schon in Lauf eins aus, Marco Schwarz verpasste nach einem fehlerhaften Lauf die Qualifikation für den zweiten Durchgang.
Am Wochenende geht es nun mit einem Technik-Doppel in Adelboden weiter.