EU-Beamte haben wegen Verdachts auf Wettbewerbsverstöße die Büros vom Süßwaren-Riesen Ferrero durchsucht. Das hat Ferrero am Mittwoch bestätigt, nachdem die EU-Kommission schon am Montagabend bekanntgegeben hat, dass bei einem Nutella-Hersteller in zwei EU-Ländern durchsucht wurde. Solche unangekündigten Razzien sind der erste Schritt zu einem möglichen Verfahren gegen Ferrero.
Die Kommission prüft laut eigenen Angaben, ob das betroffene Unternehmen gegen das europäische Wettbewerbsrecht verstoßen hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Ferrero unrechtmäßige Hürden beim Handel mit seinen Produkten zwischen einzelnen EU-Ländern aufgebaut hat, um die Preise künstlich nach oben zu treiben.
Ferrero hat mitgeteilt, dass das Unternehmen "in vollem Umfang" mit den Ermittlern kooperiert und alle geforderten Informationen übergeben hat. Eine genaue Frist für die Ermittlungen gibt es nicht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, kann die Kommission ein Verfahren starten und eine Geldstrafe verhängen.