Beim US-Chipgiganten Nvidia sorgt eine Affäre von Konzernchef Jensen Huang (63) für Aufregung. Der Manager soll eine Beziehung mit einer Frau gehabt haben, die im Verdacht steht, für China spioniert zu haben. Der Verwaltungsrat des Unternehmens hat daraufhin eine interne Untersuchung eingeleitet.
Wie die "New York Times" berichtet, soll es sich bei der Frau um eine Führungskraft des Rechenzentrumsbetreibers Megaspeed mit Sitz in Singapur handeln. Die Firma zählt zu den bedeutendsten Nvidia-Kunden in Südostasien und hat innerhalb der vergangenen zwei Jahre Chips um mehr als 4,8 Milliarden Dollar erworben.
Brisant: US-Ermittler vermuten, dass die Managerin gezielt Informationen an die chinesische Regierung weitergegeben hat. Gleichzeitig untersucht das US-Handelsministerium, ob Megaspeed in die illegale Beschaffung von KI-Chips verwickelt war, deren Export nach China durch US-Sanktionen eingeschränkt ist.
Huang räumte die Affäre laut Bericht in einer internen Nachricht ein und entschuldigte sich bei seiner Familie. "Ich war meiner Frau untreu. Meine Handlungen haben sie und unsere Kinder verletzt. Es gibt keine Entschuldigung für das, was ich getan habe."
Trotz der Vorwürfe bleibt der 63-Jährige vorerst an der Spitze des Chipkonzerns. Laut Nvidia gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass vertrauliche Unternehmensinformationen oder Sicherheitsinteressen der USA gefährdet wurden. Dennoch sollen die internen Vorgänge umfassend überprüft werden. Huang arbeite bei der Aufklärung vollständig mit und werde seine Aufgaben als CEO weiterhin wahrnehmen.