Eklat vor Reichstag

Palästina-Flagge gehisst – diese Gruppe steckt dahinter

Vor dem deutschen Reichstagsgebäude wehte plötzlich eine Palästina-Flagge. Nun hat sich eine Gruppe zu der Aktion bekannt.
08.11.2026, 17:33
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Große Aufregung in Deutschland! Am Sonntagvormittag kletterte ein 22-Jähriger gegen 11.15 Uhr auf den Flaggenmast vor dem Reichstagsgebäude in Berlin und tauschte dort die Deutschlandflagge gegen eine Palästina-Fahne aus. Dabei habe der Aktivist Unterstützung von zwei weiteren Männern – 20 und 32 Jahre alt – erhalten.

Wie die Polizei gegenüber der "Bild" mitteilte, handle es sich bei den Verdächtigen um "Deutsche ohne erkennbaren Migrationshintergrund". Die Beamten konnten die Palästina-Flagge in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr wieder entfernen. Der 22-Jährige konnte nach etwa einer Stunde selbstständig von der Spitze des Fahnenmastes herunterklettern.

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Staatsschutz ermittelt

Wie die "Krone" berichtet, seien er und der 20-Jährige festgenommen worden. Letzterer dürfte sich inzwischen wieder auf freiem Fuß befinden. Ob sein Kollege noch länger in Haft bleiben muss, würde erst geprüft.

Jedenfalls hat sich mittlerweile der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet. Demnach bestehe der Verdacht der Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole, der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs sowie des Verstoßes gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz.

Bei dem Mast handelt es sich um ein nationales Denkmal. Auf 28,5 Metern Höhe hängt dort normalerweise die "Flagge der Einheit". Sie gilt als Symbol für die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Aufgrund des Denkmalschutzes gilt hier die Halbmast-Regel während Trauerbeflaggung nicht. Die Flagge wird nur in ganz besonderen Trauer-Fällen abgesenkt.

Das sagen die Aktivisten

Inzwischen ist auch klar, wer hinter dem Vorfall steckt. Die Gruppe "Peacefully Against Genocide" hat sich zu der Aktion bekannt. Man wollte damit "zivilgesellschaftliche Solidarität mit den Menschen in Palästina" zeigen. Ein Aktivist betonte, dass die Regierungen auf der ganzen Welt nicht im Namen der Menschen handeln, "wenn sie zum Völkermord in Palästina schweigen, ihn zulassen oder unterstützen".

Die Sprecherin der Gruppe Laila Fuisz sagte, dass es falsch sei "Menschen zu töten, Familien zu vertreiben, Hunger als Kriegswaffe zu nutzen und Kindern in den Kopf zu schießen". Dies würde jedoch täglich in Palästina geschehen.

Gleichzeitig kündigte die Gruppe weitere Aktionen vom 15. bis zum 22. November an. Demnach wollen die Aktivisten gegen die Rheinmetall-Waffenfabrik im Berliner Wedding protestieren. Man würde sich "gegen die deutsche Beteiligung am Völkermord in Palästina" stellen.

red, 08.11.2026, 17:33
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