Fast einen Monat nach dem tödlichen Rallye-Unfall von L’Osteria-Gründer Klaus Rader auf Mallorca beschäftigt ein neuer Verdacht die Ermittler. Eine Luxus-Uhr im Wert von mehr als 100.000 Euro soll nach dem Unglück verschwunden sein.
Laut der mallorquinischen Zeitung "Última Hora" hat die Familie des Unternehmers deshalb Anzeige bei der spanischen Guardia Civil erstattet. Bei dem vermissten Schmuckstück handelt es sich um eine wertvolle Patek Philippe, die Rader kaum abgelegt haben soll.
Noch am Morgen des 9. Oktober wollen Zeugen die Uhr am Handgelenk des 63-Jährigen bemerkt haben. Nach seinem tödlichen Unfall war sie jedoch offenbar nicht mehr auffindbar. Weder Angehörige und Freunde noch die Einsatzkräfte sollen das Schmuckstück am Unfallort gesehen haben.
Die Polizei untersucht nun, ob die Uhr nach dem Unglück gestohlen wurde. Auch ein möglicher Diebstahl während der Rettungsarbeiten steht im Raum. Wer dahinterstecken könnte, ist offen.
Schon wenige Tage nach dem Unfall gab es Berichte über verschwundene Fahrzeugteile. Ein deutscher Urlauber wurde dabei beobachtet, wie er ein Metallstück einsteckte. Zudem sollen ein Außenspiegel und eine zerbrochene Seitenscheibe fehlen. Ein Zusammenhang mit der vermissten Uhr ist nicht bekannt.
Rader war am 9. Oktober bei der "550 Challenge Mallorca" mit einem weißen Porsche 911 GT3 RS unterwegs. Zwischen Pollença und Lluc kam er nahe Mortitx von der Straße ab und stürzte in eine Schlucht. Seine österreichische Beifahrerin Christina Ettel (39) überlebte schwer verletzt. Bei der Suche nach der Unfallursache werden unter anderem überhöhte Geschwindigkeit und mögliche Fahrbahnschäden untersucht.