Bei einem schweren Zugunglück in Ägypten sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 88 weitere wurden verletzt, nachdem in Gizeh ein Zug auf einen anderen aufgefahren war. Mehrere Waggons sprangen dabei aus den Gleisen.
Mehr als 70 Rettungswagen wurden zur Unfallstelle geschickt, um die Verletzten in umliegende Spitäler zu bringen. Auf Bildern örtlicher Medien sind umgestürzte Waggons zu sehen. Einige davon landeten auf angrenzenden Feldern.
Auch Kräne rückten an, um die Trümmer zu beseitigen. Ziel war es, die wichtige Bahnverbindung zwischen Kairo und Assuan im Süden des Landes möglichst rasch wieder freizugeben.
Schwere Bahnunfälle sind in Ägypten keine Seltenheit. Besonders verheerend war ein Unglück im Jahr 2002 in Gizeh. Damals brach in einem Zug von Kairo nach Luxor ein Feuer aus, mehr als 360 Menschen starben.
Als häufige Unfallursachen gelten menschliche Fehler und Probleme mit den Signalanlagen. Die ägyptische Regierung versucht bereits seit Jahren, das Schienennetz und die Züge zu modernisieren.