Lange war es still um den Obersten Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei. Nun soll er selbst eine Ansage an die USA und damit auch an Donald Trump gemacht haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei hochrangige iranische Insider.
Demnach geht es darum, dass der US-Präsident für einen Frieden vom Iran die Ausfuhr von hochangereichertem Uran verlangt. Dieser Forderung soll der Ober-Mullah nun persönlich eine Absage erteilt haben. Damit könnte der Deal platzen.
Auch bei der dritten Kriegspartei Israel dürfte diese Meldung für Empörung sorgen. Bereits am 10. Mai sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gegenüber dem US-Sender CBS, dass der Krieg erst beendet werde, wenn das angereicherte Uran den Iran verlässt und Teheran seine Unterstützung für verbündete Milizen einstelle.
Wie die "Bild" berichtet, hatte Trump erst am Mittwoch weitere Angriffe in Erwägung gezogen, sollte der Iran seinen Bedingungen nicht zustimmen. Der US-Präsident erklärte sich dennoch dazu bereit, einige Tage damit zu warten.
Unklar ist, ob die nunmehrige Absage der Uran-Ausfuhr wirklich direkt von Chamenei selbst angeordnet wurde. Seit dem Angriff, bei dem sein Vater – der frühere Ober-Mullah Ajatollah Ali Chamenei – getötet wurde, fehlt von dem neuen Obersten Führer des Iran jede Spur.
Auch er selbst sei bei dem Militärschlag verwundet worden. Seither gibt es viele Spekulationen über seinen Aufenthaltsort und Gesundheitszustand. Manche glauben, dass Chamenei im Koma liege. Fix ist jedenfalls, dass er nicht mehr öffentlich aufgetreten ist.
Zudem ist auch unklar, wie viel Uran sich derzeit im Iran befindet. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA ging im Jahr 2025 von 440,9 Kilogramm Uran (angereichert auf 60 Prozent) aus. Laut dem Iran plane man – entgegen den Vorwürfen – keine Atombombe zu bauen.