Der September ist für Gartenbesitzer eine arbeitsreiche Zeit: Viele beliebte Obstsorten sind jetzt erntereif. Doch nicht alle Früchte reifen gleichzeitig – wer den optimalen Erntezeitpunkt erwischt, hat länger etwas von seiner Ernte.
Reife Äpfel erkennt man daran, dass sie sich leicht durch Drehen vom Ast lösen lassen. Auch erste Früchte am Boden sind ein Hinweis, dass es Zeit für die Ernte wird. Frisch gefallenes Obst lässt sich zwar nicht lagern, kann aber noch gut zu Saft oder Mus verarbeitet werden.
Birnen sollten lieber etwas früher geerntet werden und anschließend nachreifen, wie 24garten.de berichtet. Bleiben sie zu lange am Baum hängen, werden sie mehlig. Da Äpfel und Birnen unterschiedlich schnell reifen, erfolgt die Ernte meist in mehreren Durchgängen.
Noch ungleichmäßiger reifen Zwetschken. Hier empfiehlt es sich, den Baum alle paar Tage zu kontrollieren und nur vollreife Früchte zu pflücken. Auch für Holunder ist im September vielerorts Erntezeit: Sind die Beeren tiefschwarz, kann man die Dolden mit einer Gartenschere abschneiden.
Später im Monat können dann noch Quitten, späte Tafeltrauben sowie Hasel- und Walnüsse geerntet werden.
Mit der Zeit landen auch viele reife Früchte auf dem Boden. Dort schimmeln oder faulen sie vor sich hin oder werden von Schädlingen befallen. Das kann dazu führen, dass sich Krankheiten leichter ausbreiten.
Zudem zieht überreifes Obst am Boden zahlreiche Wespen an – das wird schnell lästig, wenn man sich viel im Garten aufhält. Fallobst sollte daher regelmäßig eingesammelt werden. Was sich nicht mehr verwerten lässt, kann auf den Kompost oder in die Biotonne.
Auch scheinbar vertrocknete Früchte am Baum sollten entfernt werden. Bleiben sie den Winter über hängen, können sogenannte Fruchtmumien entstehen – verursacht durch einen Schimmelpilz, der im Frühjahr neue Früchte befallen kann.