Auch Zug-Chaos droht

ÖBB-Fahrplan 2027: Tickets werden um 3,5 Prozent teurer

Die ÖBB erhöhen die Ticketpreise um durchschnittlich 3,5 Prozent. Dazu kommen monatelange Streckensperren und bis zu zwei Stunden längere Fahrzeiten.
14.10.2026, 13:17
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Neue Züge, mehr Verbindungen – aber auch schlechte Nachrichten für Millionen Bahnfahrer! Mit Fahrplanwechsel am 13. Dezember knallen die ÖBB die Preise wieder einmal in die Höhe. Ab Februar droht zudem wegen Bauarbeiten auf Deutscher Seite massive Verzögerung. Besonders betroffen sind Reisende Richtung Tirol, Vorarlberg, München und in die Schweiz.

Deutsches Eck für fünf Monate gesperrt

Von 8. Februar bis 9. Juli 2027 wird das Deutsche Eck zwischen Freilassing und Rosenheim komplett dichtgemacht. Hier führt die Deutsche Bahn in diesem Zeitraum umfassende Sanierungsarbeiten durch.

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Das hat massive Auswirkungen auf den österreichischen Bahnverkehr, da die Verbindung über das Deutsche Eck eine der wichtigsten Bahnstrecken zwischen Salzburg und Tirol ist. Für Reisende bedeutet das: Umwege, Ersatzbusse und teils deutlich längere Fahrzeiten.

Sperre Deutsches Eck von 8. Februar bis 9. Juli: Diese Strecken sind dicht, diese Optionen haben Fahrgäste.
ÖBB

Fahrgäste haben zwei Optionen

Fahrgäste können hier, so ÖBB-Chef Andreas Matthä bei der Präsentation des Fahrplans 2027, zwischen zwei Varianten wählen können.

Variante 1: Umsteigen auf den Bus. Wer von Wien über Salzburg nach Tirol oder weiter Richtung Vorarlberg unterwegs ist, kann in Salzburg auf einen Schienenersatzverkehr nach Kufstein wechseln. Die Reisezeit verlängert sich dadurch um rund 60 Minuten.

Variante 2: Im Zug sitzen bleiben. Alternativ werden durchgehende Züge über Zell am See umgeleitet. Das erspart den Umstieg, kostet aber deutlich mehr Zeit. Je nach Reiseziel müssen Fahrgäste dann 90 bis 120 Minuten zusätzlich einplanen.

Auch Züge nach München werden umgeleitet

Die Sperre trifft zudem den internationalen Fernverkehr. Railjets zwischen Wien und München werden während der Arbeiten über Passau umgeleitet. Zwischen Salzburg und München ist laut ÖBB zudem ein Shuttleverkehr über Mühldorf im Zwei-Stunden-Takt vorgesehen.

Aber auch für die Verbindung Graz-München gibt es Änderungen. Zwei Züge pro Richtung sollen über Wörgl umgeleitet werden. Immerhin: Die Verbindungen zwischen Wien und Salzburg sind von der Sperre des Deutschen Ecks nicht betroffen. Auch die grundsätzliche Zugfrequenz Richtung Westen soll laut Matthä erhalten bleiben.

Gleichzeitig wird auch Tauernstrecke gesperrt

Damit nicht genug: Parallel zur Großbaustelle in Deutschland wird auf österreichischer Seite gebaut. Zwischen Schwarzach-St. Veit in Salzburg und Mallnitz-Obervellach in Kärnten wird die Tauernstrecke ebenfalls von 8. Februar bis 9. Juli 2027 vollständig gesperrt. Dort steht die zweite Etappe einer umfassenden Tunnel- und Streckensanierung an.

Die ÖBB wollen, so Matthä, die Sperre des Deutschen Ecks bewusst nutzen, um gleichzeitig die Arbeiten auf der Tauernstrecke voranzutreiben.

Nächster Hammer: ÖBB-Tickets werden teurer

Und dann müssen Bahnfahrer auch noch tiefer in die Tasche greifen! Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 erhöhen nämlich die ÖBB die Ticketpreise um im Schnitt 3,5 Prozent.

Eine gute Nachricht gibt es zumindest für Deutschland-Reisende: Nach Abschluss der jüngsten Generalsanierung zwischen Passau und Nürnberg kehren ab Dezember wieder ICE-Direktverbindungen nach Nürnberg, Frankfurt, Dortmund und Berlin zurück.

tmw, Akt. 14.10.2026, 13:28, 14.10.2026, 13:17