Seit einigen Tagen sind die bekannten Rabattpickerl bei Billa Geschichte. Statt den kleinen Aufklebern gibt es nun Gutscheine mit einem Strichcode, die an der Kassa gescannt werden.
Die neuen 25-Prozent-Gutscheine müssen nicht mehr auf einzelne Produkte geklebt werden. Kunden legen sie beim Bezahlen vor, anschließend werden die Strichcodes direkt an der Kassa eingescannt. Dabei gibt es eine weitere Änderung: Der jeweilige Rabatt wird automatisch vom teuersten Produkt des Einkaufs abgezogen.
Wie schon beim bisherigen System gelten allerdings Ausnahmen. Unter anderem sind Clever-Produkte von den Rabatten ausgeschlossen. Außerdem sind auch weitere 3.000 Produkte, die mit einem gelben Schildchen mit der Aufschrift "immer clever Preis" ausgewiesen sind, ausgenommen.
Wie nun bekannt wurde, sorgte das System im Fall einer Kundin in Niederösterreich für eine kuriose Situation. Die Frau sparte sich mit zwei Rabattmarken insgesamt 90 Cent auf Blätterteig. Abseits davon kaufte sie noch Salat, Zahnpasta, Kohlrabi, Brokkoli und Blumen. Anwendbar war der letzte Rabatt aber nur mehr auf den kleinsten Posten auf der Rechnung: das kompostierbare Sackerl aus der Gemüseabteilung. Der Kundin wurden statt 3 Cent für das Sackerl nur noch 2 Cent verrechnet – die Ersparnis betrug also exakt einen Cent.
Gegenüber "Heute" äußert sich Billa wie folgt:
"Der im Artikel beschriebene Fall beruht auf einer technischen Besonderheit, die wir inzwischen behoben haben. Die Idee der Rabatt-Gutscheine ist nicht, dass sie auf Obst- und Gemüsesackerl gelten. Deswegen haben wir die entsprechende Logik angepasst. Kund:innen können ihre Pickerl jetzt wie gedacht auf die dafür vorgesehenen Produkte einlösen. Wir arbeiten laufend daran, unsere Rabattaktionen so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten."