Alarmierender Preis-Check

Wohnungsmieten schossen bis zu 14 Prozent in die Höhe

Wohnen wird in Österreich immer teuer. Bundesweit legten die Mieten unterm Strich um 6 Prozent zu, in einem Bundesland waren es sogar +14 Prozent.
14.10.2026, 08:12
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Wer in Österreich auf dem freien Markt eine Mietwohnung sucht, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Denn: Die Mieten gehen teils durch die Decke. Das zeigt eine aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24. Besonders stark fallen die Preissteigerungen in der Steiermark aus. Wien bleibt hingegen das teuerste Pflaster Österreichs.

Konkret sind die angebotenen Bruttomieten in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 bundesweit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent gestiegen. Der mittlere Quadratmeterpreis liegt mittlerweile bei 16 Euro.

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Typische Wohnung kostet schon 1.123 Euro

Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern werden damit im österreichweiten Vergleich monatlich rund 1.123 Euro fällig. Betriebskosten sind da inkludiert, Heizung und Strom nicht.

"In manchen Bundesländern stieg zwar das Angebot an Wohnungen, aber das heißt nicht, dass dort die Mieten sinken", sagt Joseph Obiegbu, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich. Die tatsächliche Miethöhe hänge mit der Lage und Qualität des angebotenen Wohnraums sowie mit den Betriebskosten zusammen. Unabhängig davon spielten auch die Preise für Strom und Heizung eine wesentliche Rolle für die Leistbarkeit des Wohnens.

In der Steiermark steigen die Mieten besonders stark

Den größten Preissprung verzeichnete die Steiermark. Hier sind die Angebotsmieten (also die Preisvorstellungen der Vermieter) innerhalb eines Jahres um 14 Prozent in die Höhe geschossen. Der Quadratmeterpreis liegt mittlerweile bei rund 14,4 Euro. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet damit im Schnitt 1.005 Euro monatlich.

Auch in Wien geht es mit +7 Prozent überdurchschnittlich deutlich nach oben. Mit 22,6 Euro pro Quadratmeter bleibt es damit das teuerste Bundesland. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern müssen Wohnungssuchende mittlerweile rund 1.581 Euro im Monat einplanen.

Dahinter folgen Tirol (21,7 Euro pro Quadratmeter) und Salzburg (20,3 Euro). Für 70 Quadratmeter bedeutet das monatliche Mietkosten von brutto 1.522 bzw. 1.418 Euro.

Auch in Vorarlberg erhöhen sich die angebotenen Bruttomieten um 2 Prozent auf 19,5 Euro pro Quadratmeter. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern entspricht das rund 1.362 Euro.

Kärnten und Oberösterreich verzeichnen je ein Plus von 5 Prozent. Die Quadratmeterpreise liegen bei 14,9 Euro bzw. 13,1 Euro, was für 70 Quadratmeter einer monatlichen Miete von 1.045 Euro bzw. 918 Euro entspricht. In Niederösterreich steigen die Preise um 3 Prozent auf 13,1 Euro pro Quadratmeter. Für eine Wohnung dieser Größe ergibt das 914 Euro.

Einzig das Burgenland wurde günstiger

Eine Ausnahme bildet das Burgenland. Als einziges Bundesland verzeichnet es im Durchschnitt einen Rückgang der angebotenen Mieten um 4 Prozent auf 11,3 Euro pro Quadratmeter. Mit rund 792 Euro für 70 Quadratmeter bleibt es zugleich das günstigste Bundesland. Eine vergleichbare Wohnung kostet in Wien damit annähernd doppelt so viel.

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So viel kosten 70 Quadratmeter laut ImmoScout24-Vergleich:

  • Wien: 1.581 Euro (+7 %)
  • Tirol: 1.522 Euro (+4 %)
  • Salzburg: 1.418 Euro (+2 %)
  • Vorarlberg: 1.362 Euro (+2 %)
  • Kärnten: 1.045 Euro (+5 %)
  • Steiermark: 1.005 Euro (+14 %)
  • Oberösterreich: 918 Euro (+5 %)
  • Niederösterreich: 914 Euro (+3 %)
  • Burgenland: 792 Euro (-4 %)

Bei allen angeführten Beträgen handelt es sich um angebotene Bruttomieten inklusive Betriebskosten und Steuern, aber ohne Heizung und Strom.

Immer mehr fürchten die Wohnkosten

Wie sehr die hohen Preise die Menschen belasten, zeigt eine weitere Erhebung von ImmoScout24. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Personen machen sich 39 Prozent der befragten Mieter Sorgen um ihre Wohnkosten. Neben den Mieten belasten vor allem hohe Energiepreise und Betriebskosten die Haushaltsbudgets.

Teils deutlich mehr Angebote

Immerhin gibt es bei der Zahl der verfügbaren Mietobjekte eine leichte Entspannung. Österreichweit ist das Angebot gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent gestiegen.

Besonders stark nahm die Zahl der per Inserat angebotenen Wohnungen in Vorarlberg zu (+37 Prozent). Auch in Niederösterreich (+12 Prozent) und Tirol (+11 Prozent) stehen mehr Mietobjekte zur Auswahl. In Kärnten betrug das Plus 5 Prozent, im Burgenland waren es +4 Prozent, in Salzburg +2 Prozent. In Wien und in der Steiermark blieb das Angebot mit einem Plus von einem Prozent nahezu unverändert. Oberösterreich verlor hingegen satte 7 Prozent.

tmw, 14.10.2026, 08:12