Bezirke im Preis-Check

So viel kostet dich eine eigene Wohnung wirklich

Für eine typische Eigentumswohnung zahlt man mittlerweile zwischen 87.000 und 1,2 Millionen Euro. Wo der Kauf noch leistbar ist, wo weniger.
Team Wirtschaft
12.10.2026, 07:00
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Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut amtlichen Grundbuchdaten des Remax-ImmoSpiegels österreichweit 24.106 Wohnungsverkäufe verbüchert. Der bundesweite Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung lag bei 267.839 Euro, der typische Quadratmeterpreis bei 4.234 Euro. Zwischen den einzelnen Regionen zeigen sich jedoch gewaltige Preisunterschiede.

Die günstigste Kategorie: Wohneigentum unter 150.000 Euro

Laut Gesamtauswertung blieben nur 17 österreichische Regionen bei den Durchschnittspreisen für eine typische Wohnung unter 150.000 Euro. Den bundesweit niedrigsten Wert erzielte der niederösterreichische Bezirk Gmünd mit im Schnitt 86.911 Euro pro Wohnung. Ebenfalls in Niederösterreich folgten Lilienfeld mit 104.680 Euro, Waidhofen an der Thaya mit 112.074 Euro, Neunkirchen mit 115.277 Euro und Horn mit 133.467 Euro.

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Im Burgenland lagen fünf Bezirke in diesem Einsteigerbereich: Güssing erreichte einen Schnitt von 113.324 Euro, Jennersdorf kam auf 118.547 Euro, Mattersburg auf 133.079 Euro, Oberwart auf 135.185 Euro und Oberpullendorf auf 146.383 Euro.

Die Steiermark ist mit sechs Regionen unter 150.000 Euro vertreten: In Bruck-Mürzzuschlag lag der Schnitt bei 117.665 Euro, in Leoben bei 122.721 Euro, in Voitsberg bei 123.485 Euro, im Murtal bei 125.637 Euro, in Murau bei 136.843 Euro, in der Südoststeiermark bei 146.948 Euro.

In Kärnten blieb der Bezirk Feldkirchen mit 146.934 Euro unter dieser Marke.

Moderate Lagen: 150.000 bis 200.000 Euro

Im Bereich zwischen 150.000 und 200.000 Euro finden sich zahlreiche ländliche Regionen sowie mehrere Bezirks- und Landeshauptstädte. In Niederösterreich wurden Wohnungen in Scheibbs im Schnitt um 158.253 Euro, in Melk um 172.474 Euro, in Hollabrunn um 175.563 Euro und in Zwettl um 197.559 Euro gehandelt. Die Landeshauptstadt St. Pölten verzeichnete 179.436 Euro, Amstetten inklusive Waidhofen an der Ybbs lag bei 183.675 Euro.

In Kärnten lagen St. Veit an der Glan mit 168.199 Euro und Wolfsberg mit 169.325 Euro in diesem Korridor. In der Steiermark betraf das Hartberg-Fürstenfeld mit 169.132 Euro, Liezen mit 181.457 Euro, Leibnitz mit 191.426 Euro sowie Weiz mit 192.065 Euro.

Im Burgenland schlug Eisenstadt samt Umgebung und Rust mit 184.858 Euro zu Buche. In Oberösterreich lagen die Bezirke Schärding mit 186.686 Euro, Perg mit 190.568 Euro und Rohrbach mit 191.348 Euro unter der 200.000-Euro-Grenze.

Das mittlere Segment: 200.000 bis 260.000 Euro

Zwischen 200.000 Euro und dem österreichischen Gesamtschnitt reiht sich das breite Mittelfeld ein. In Niederösterreich kosteten Wohnungen in Wiener Neustadt (Stadt und Land) im Schnitt 200.201 Euro, in Gänserndorf 201.193 Euro, in Krems (Stadt und Land) 214.242 Euro, in Bruck an der Leitha 216.415 Euro, in Baden 223.054 Euro, in St. Pölten-Land 228.039 Euro, in Mistelbach 228.862 Euro und in Korneuburg 238.221 Euro.

In der Steiermark lag Deutschlandsberg bei 202.214 Euro, die Stadt Graz bei 210.414 Euro und Graz-Umgebung bei 228.321 Euro.

Im Burgenland bildete Neusiedl am See mit 211.096 Euro die Preisspitze im Bundesland.

In Kärnten beliefen sich die Durchschnittspreise in Völkermarkt auf 218.706 Euro, in Spittal an der Drau auf 224.646 Euro, in Klagenfurt-Stadt auf 237.802 Euro, in Villach (Stadt und Land) auf 245.823 Euro und in Hermagor auf 249.024 Euro.

Auch in Oberösterreich fielen zahlreiche Bezirke in dieses Preissegment. Konkret waren das Grieskirchen (221.366 Euro), Ried im Innkreis (222.239 Euro), Eferding (223.323 Euro), Wels (Stadt und Land, 234.873 Euro), Steyr (Stadt und Land, 234.882 Euro), Braunau am Inn (241.503 Euro), Kirchdorf an der Krems (244.113 Euro), Vöcklabruck (245.439 Euro) und die Landeshauptstadt Linz (254.734 Euro).

In Tirol bildeten Reutte mit 218.048 Euro und Lienz mit 221.483 Euro die günstigsten Lagen.

In Wien erreichten die preiswertesten Gemeindebezirke ebenfalls dieses Niveau: Ottakring lag bei durchschnittlich 220.939 Euro, Favoriten bei 225.123 Euro, Rudolfsheim-Fünfhaus bei 229.196 Euro, die Brigittenau bei 252.885 Euro und Meidling bei 258.362 Euro.

Die Hochpreis-Regionen ab 350.000 Euro

Am oberen Ende der Preisskala dominierten Wiener Nobelbezirke sowie Lagen in Westösterreich. Den absoluten Höchstwert markierte die Wiener Innere Stadt mit einem Durchschnittspreis von 1.200.568 Euro je Wohnung.

Außerhalb Wiens lag Kitzbühel mit 453.204 Euro an der Spitze, gefolgt von Bludenz mit 375.377 Euro, Dornbirn mit 368.363 Euro und Innsbruck-Stadt mit 350.595 Euro.

In der Bundeshauptstadt überschritten zahlreiche weitere Bezirke die 350.000-Euro-Schwelle: Döbling erreichte 448.583 Euro, Währing 431.168 Euro, Hietzing 424.351 Euro, Alsergrund 421.817 Euro, Josefstadt 419.231 Euro, Landstraße 401.509 Euro, Wieden 398.754 Euro, Neubau 383.504 Euro, Leopoldstadt 377.822 Euro und Mariahilf 353.072 Euro.

tmw,12.10.2026, 07:00