Nach einer kurzen Verschnaufpause wird das Leben in Österreich wieder stärker teurer. Die Inflationsrate ist im September 2026 voraussichtlich auf 3,6 Prozent gestiegen. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Preise laut Schnellschätzung der Statistik Austria um 0,2 Prozent.
Der neuerliche Anstieg geht laut Statistik Austria vollständig auf höhere Preise für Treibstoff und Heizöl zurück. "Der Anstieg von 0,4 Prozentpunkten ist zur Gänze auf die gestiegenen Treibstoff- und Heizölpreise zurückzuführen", erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Besonders stark verteuerte sich Energie. Die Energiepreise lagen im September 14,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im August hatte das Plus noch 9,9 Prozent betragen.
Den größten Beitrag zur gesamten Inflation lieferten weiterhin Dienstleistungen. Sie verteuerten sich gegenüber September 2025 um 4,2 Prozent. Immerhin fiel der Anstieg damit etwas geringer aus als noch im August, als Dienstleistungen um 4,4 Prozent teurer waren. Industriegüter verteuerten sich im Jahresvergleich hingegen nur um 0,7 Prozent.
Auch bei Lebensmitteln zog die Teuerung wieder etwas an. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol waren im September um 1,0 Prozent teurer als vor einem Jahr. Im August hatte das Plus lediglich 0,3 Prozent betragen.
Die sogenannte Kerninflation, bei der vor allem Industriegüter und Dienstleistungen berücksichtigt werden, lag im September bei 3,0 Prozent. Der für internationale Vergleiche herangezogene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg laut Schnellschätzung um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die endgültigen Inflationsdaten für September will Statistik Austria am 16. Oktober veröffentlichen. Die derzeitigen Zahlen sind noch vorläufig und können sich bis dahin leicht verändern.