Wer ab sofort in den komplett runderneuerten Billa Plus in der Wiener Bergmillergasse 7 (Penzing) spaziert, kann erstmals in Österreich ein gänzlich neues Selbstbedienungssystem in Aktion ausprobieren: Direkt beim Eingang, gleich im Windfang, warten ab sofort 30 futuristisch anmutende Handscanner auf ihren Einsatz.
Auch der Billa Plus in der Lassallestraße in Wien-Leopoldstadt wurde mit der neuen Technik ausgestattet. Ende Oktober zieht dann noch die Filiale in Stockerau (NÖ) nach. Das Ganze ist vorerst ein Testlauf. Kommt das Tool bei den Kundinnen und Kunden gut an, könnte der smarte Scanner bald in ganz Österreich Schule machen.
Das Geniale daran: Niemand muss sich registrieren oder zwingend eine App am Handy öffnen. Man nimmt sich einfach das handliche Gerät aus der Station, marschiert los – und arbeitet im Markt die Einkaufsliste ab. Produkt aus dem Regal nehmen, den aufgedruckten Strichcode anvisieren, den Bestätigungs-Pieps abwarten, Ware ins Wagerl legen oder gleich wegpacken.
Auch möglich: Wer etwa vier idente Packungen Milch mitnimmt, muss nicht viermal scannen, sondern erhöht manuell die Stückzahl. Die Schoko will zurück ins Regal? Ebenfalls kein Problem – der Artikel lässt sich aus der digitalen Einkaufsliste auch wieder löschen.
Ein Schmankerl für Schnäppchenjäger: Sogar die neuen Rabattbons und die jö-Bonus-Club-Karte lassen sich mit dem Handscanner nutzen!
Am Ende des Einkaufs geht es an eine spezielle Express-Kassa. Ist alles erledigt, schließt man die Rechnung am Handheld ab und auf dem Bildschirm ploppt ein QR-Code auf. Den scannt man an der Kassa ein, bezahlt, stellt das Gerät zurück in die Halterung – und go.
Die Billa-Chefetage verspricht sich viel von dem neuen Schritt. "Mit Scan & Go setzen wir erstmals im österreichischen Lebensmittelhandel auf eine Lösung, die den Einkauf noch einfacher und zeitsparender macht", erklärt Billa-Vorstand Kai Pataky. Damit schaffe man für die Kundinnen und Kunden einen neuen, einfachen Zugang zum selbstbestimmten Einkauf und sorge für einen raschen, möglichst effizienten Kassavorgang.
"Mit der Modernisierung unseres Billa Plus Marktes in der Bergmillergasse investieren wir gezielt in die Nahversorgung in Wien", betont Hamed Mohseni, Billa-Vertriebsdirektor für Wien. Ziel sei es, der Kundschaft ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis mit höchster Qualität, regionalen Produkten und modernen Services zu bieten. Gleichzeitig schaffe man Arbeitsplätze und stärke die regionale Wertschöpfung, so Mohseni.
Die 2.434 Quadratmeter große Filiale in Penzing wurde nicht ohne Grund für den Testlauf gewählt. Rund sechs Monate lang wurde der dortige Billa Plus von Grund auf umgekrempelt. Neu sind nicht nur großzügige Bedientheken für Frischfleisch aus Österreich und eine ausgebaute Fischecke mit Räucherfisch, sondern auch eine Vitamin- und Salatbar sowie frisches Sushi von Eat Happy.
Hinzu kommt laut Billa eine erweiterte Auswahl an frischen Kräutern und Pilzen. Auch fürs Auge ist gesorgt – mit einem frischen Blumenkonzept und einer eigenen Ecke für Geschenkkörbe.
Wer gerne lokal kauft, kommen ebenfalls auf seine Kosten: 200 Produkte von 43 regionalen Produzenten stehen in den Regalen – von Wiener Delikatessgurken der Firma Frey über Paprikahenderln von Hink bis hin zum Wiener Blün-Ketchup.
Am Standort nun ebenfalls vorhanden: eine DPD-Paketstation, Stromtankstelle für E-Autos, Photovoltaikanlage und 166 Parkplätze, darunter fünf Behinderten- und zwei Familienstellplätze. Betreut wird der Markt von einem 70-köpfigen Team rund um Marktmanagerin Jana Bauer.
Wien zählt mit aktuell 332 Standorten zu den wichtigsten Regionen für Billa in Österreich. Allein heuer werden in der Bundeshauptstadt 20,5 Millionen Euro investiert.