Mail an alle Österreicher

Amazon hat jetzt wichtige Nachricht für alle Kunden

Seit 1. Oktober gilt die neue Paketsteuer. Amazon informiert seine Kunden in Österreich jetzt per Mail über die zusätzlichen 2,40 Euro.
Newsdesk Heute
01.10.2026, 13:53
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Wer am Donnerstag sein Mail-Postfach öffnet, könnte dort eine wichtige Nachricht von Amazon finden. Der Online-Riese informiert seine Kunden in Österreich über die neue Paketsteuer, die mit 1. Oktober 2026 in Kraft getreten ist.

"Österreich hat eine neue Paketsteuer eingeführt", heißt es in der Nachricht, die Amazon am Donnerstagfrüh verschickt hat. Und die hat direkte Auswirkungen auf den nächsten Einkauf: Bei einer Lieferung nach Österreich werden an der Kasse nun zusätzlich 2,40 Euro inklusive Umsatzsteuer ausgewiesen.

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Amazon verrechnet 2,40 Euro pro Bestellung

Amazon stellt in der Nachricht klar, wie die neue Abgabe verrechnet wird. Sie fällt einmal pro Bestellung an. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Artikel gekauft werden oder auf wie viele einzelne Pakete Amazon die Lieferung aufteilt.

Die gesetzliche Paketsteuer selbst beträgt 2 Euro. Mit 20 Prozent Umsatzsteuer ergibt das für Kunden einen zusätzlichen Betrag von 2,40 Euro. Amazon hebt diesen Betrag ein und führt ihn an den Staat ab.

Das Schreiben im Wortlaut:

Hallo,

Österreich hat eine neue Paketsteuer eingeführt. Ab 1. Oktober 2026 siehst du sie bei Lieferung nach Österreich als eigene Position an der Kasse mit 2,40 € (inkl. USt.), bevor du die Bestellung abschließt. Sie fällt einmal pro Bestellung an, unabhängig davon, wie viele Artikel du bestellst oder in wie vielen Paketen die Bestellung ankommt. Weitere Informationen findest du auf der Website des österreichischen Finanzministeriums und auf unserer Hilfeseite.

Viele Grüße

Dein Amazon-Team

Für Kunden bedeutet das: Auch bei einer günstigen Kleinbestellung werden 2,40 Euro zusätzlich fällig. Kostet ein Artikel beispielsweise nur 10 Euro, macht die neue Abgabe damit fast ein Viertel des eigentlichen Warenpreises aus.

Diese Online-Shops sind betroffen

Die Paketsteuer trifft allerdings nicht jeden Online-Händler. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die relevanten Fernverkäufe in Österreich im vorangegangenen Geschäftsjahr die gesetzliche Umsatzgrenze von 100 Millionen Euro überschritten haben. Bei Verkäufen über große Online-Marktplätze werden die Umsätze für die Paketsteuer unter bestimmten Voraussetzungen der Plattform zugerechnet.

Laut Handelsverband sind dadurch 16 große Unternehmen beziehungsweise Plattformen betroffen. Dazu zählen unter anderem Amazon, Temu, Zalando, Otto, Shop-Apotheke, Ebay, Best Secret, AliExpress, MediaMarkt, Apple, Universal, Ikea, Shein, XXXLutz und Refurbed.

Wie "Heute" bereits berichtete, ist die neue Abgabe bei den ersten Händlern unmittelbar zu spüren. Amazon weist die "Paketsteuer in Österreich" eigens im Bestellvorgang aus. Bei MediaMarkt stiegen die Lieferkosten am Donnerstagmorgen von 3,99 auf 6,39 Euro – also exakt um 2,40 Euro.

Rücksendung bringt Geld zurück

Für Amazon-Kunden gibt es aber wichtige Ausnahmen. Wird eine Bestellung storniert oder retourniert, erstattet Amazon auch die verrechnete Paketsteuer. Bei einer Ersatzlieferung für einen mangelhaften Artikel fällt ebenfalls keine weitere Paketsteuer an.

Die Abgabe gilt für entsprechende Online-Bestellungen, die nach Österreich geliefert werden. Entscheidend für die gesetzliche Steuerpflicht ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem die Zahlung angenommen wird. Damit können Bestellungen, deren Zahlung noch vor dem 1. Oktober angenommen wurde, von der neuen Regelung ausgenommen sein, selbst wenn das Paket erst danach ankommt.

red,Akt. 01.10.2026, 14:04, 01.10.2026, 13:53