Autofahrer müssen beim Tanken immer tiefer in die Tasche greifen. Doch ausgerechnet am Donnerstag könnte es sich lohnen, den Tankstopp noch etwas hinauszuzögern. Mit 1. Oktober greift nämlich die neue Spritpreisbremse der Bundesregierung – und die fällt diesmal deutlich stärker aus.
Ein Teil der Entlastung dürfte allerdings nicht sofort an den Zapfsäulen sichtbar werden. Grund dafür ist die Senkung der Mineralölsteuer (MÖSt). Bis diese vollständig bei den Autofahrern ankommt, können einige Tage vergehen.
"Typischerweise dauert es ein paar Tage, bis der Effekt eintritt", erklärt Johannes Mayer von der Regulierungsbehörde E-Control im Ö1-"Morgenjournal".
Der Grund liegt in den Lagern der Tankstellen. "Einerseits haben ja die Tankstellenbetreiber bereits Treibstoff eingelagert und da haben sie auch einen relativ hohen MÖSt-Satz bezahlt", so Mayer. Der gesenkte Steuersatz komme daher erst dann zum Tragen, wenn die Betreiber wieder neuen Treibstoff einlagern.
Wer also nicht dringend tanken muss, könnte mit etwas Geduld in den kommenden Tagen noch stärker von der neuen Regelung profitieren. Bei einem anderen Teil der Spritpreisbremse soll es hingegen deutlich schneller gehen. Die neue Begrenzung der Gewinnmargen tritt am Donnerstag um 12.00 Uhr in Kraft.

Der ÖAMTC rechnet deshalb ab Mittag mit sinkenden Preisen an den Zapfsäulen. Beim ARBÖ geht man sogar davon aus, dass die ersten Preissenkungen bereits am Vormittag sichtbar werden könnten.
Wie stark die Preise tatsächlich fallen, hängt von der jeweiligen Tankstelle und deren Einkaufssituation ab. Klar ist aber: Die Spritpreisbremse soll den derzeit hohen Preisen zumindest einen Teil ihrer Spitze nehmen.
Wer noch genug Sprit im Tank hat, sollte die Preistafel am Donnerstag besonders genau im Auge behalten. Und wer noch länger warten kann, könnte in den nächsten Tagen zusätzlich von der niedrigeren Mineralölsteuer profitieren.