Pünktlich zum Tag des Kaffees am 1. Oktober bringt die Österreichische Post eine neue Briefmarke aus altem Kaffeesud heraus. Der Abfallstoff wurde zu sogenanntem Kaffeeleder weiterverarbeitet, aus dem Briefmarken in Form einer großen Kaffeebohne gestanzt wurden. Der Clou dabei: Die neue Briefmarke duftet tatsächlich nach Kaffee.
Das Ausgangsmaterial für diese Marke ist getrockneter Kaffeesud, der in Büros und Spitälern gesammelt wurde. Die Weiterverarbeitung übernahm der Tiroler Betrieb Organoid mit Sitz in Fließ: Feiner Kaffeesud wird dabei auf ein Naturvlies gesiebt, mit einem ökologischen Bindemittel besprüht und in mehreren Arbeitsschritten zu einem dünnen Bogen gepresst.
Das daraus entstandene Material ist flexibel, reißfest und bewahrt gleichzeitig die leicht körnige Struktur und den natürlichen Duft des Kaffees. Nach dem Bedrucken wurde eine Klebefolie aufgebracht und das Sammlerstück ausgestanzt. Theoretisch könnte man die Briefmarke laut Post sogar wieder aufkochen – da Kaffeesud jedoch kaum noch Aromen oder Koffein enthält, ist sie auf einem Kuvert eindeutig besser aufgehoben.
Die von Anja Derkits gestaltete und von Variuscard produzierte Marke hat einen Nennwert von 6,70 Euro (Tarif: Brief International L Europa). Das aromatische Stück ist streng limitiert: Es erscheint in einer Auflage von nur 80.000 Stück und ist in allen Postfilialen, online sowie beim Sammler-Service erhältlich.
Die Kaffeebohnen-Briefmarke wird am 1. Oktober im Zuge eines Sonderpostamts im Philatelie-Shop der Post am Rochus in Wien präsentiert. Von 9 bis 13 Uhr können Besucher hier die Marke inklusive Sonderstempel in Form dreier stilisierter Kaffeebohnen erwerben.