WIFO-Chef warnt

Teuerungs-Alarm – Inflation geht jetzt wieder nach oben

Die Inflation in Österreich droht wieder stärker anzuziehen. WIFO-Chef Gabriel Felbermayr warnt vor den Folgen der hohen Energiepreise.
Newsdesk Heute
14.09.2026, 11:30
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Österreich droht der nächste Inflationsschub. Die erneut stark gestiegenen Energiepreise dürften die Teuerung weiter nach oben treiben. WIFO-Chef Gabriel Felbermayr rechnet in der ORF-Pressestunde damit, dass die Inflation über drei Prozent steigen wird.

Öl und Gas haben zuletzt wieder deutlich angezogen. Kurzzeitig kostete ein Fass der Nordsee-Sorte Brent mehr als 110 Dollar. Laut Felbermayr kennt man ein derart hohes Preisniveau bereits aus der ersten Phase des Iran-Krieges. Nun werde Österreich von einer neuen Welle erfasst.

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Strompreis weiter an Gas gekoppelt

Ein Problem sieht der WIFO-Chef darin, dass die Strompreise weiterhin an den Gaspreis gekoppelt sind. Das Merit-Order-Prinzip war bereits nach den ersten Energiepreissprüngen infolge des Iran-Krieges Thema.

Felbermayr fordert hier eine Änderung: "das ist für uns kein gutes Regime". Weiter sagt er: "Ausflüge des Gaspreises nach oben müssen vom Strompreis abgekoppelt werden." Gewinne erst im Nachhinein abzuschöpfen, sei zudem "weder elegant noch wirtschaftspolitisch smart".

"Die Tendenz geht nach oben"

Bereits in seiner Juni-Prognose war das WIFO von einer Jahresinflation von 3,2 Prozent ausgegangen. Nun könnte der Preisdruck weiter zunehmen. "Die Tendenz geht nach oben", sagt Felbermayr.

Die höheren Energiepreise könnten laut dem WIFO-Chef nicht nur die Inflation antreiben. Sie hätten auch Auswirkungen auf die reale Kaufkraft der Menschen und könnten bei den kommenden Kollektivvertragsverhandlungen eine Rolle spielen.

red,14.09.2026, 11:30