Aus schon im Sechzehntelfinale

ÖFB macht WM-Analyse: "Das öffnet uns die Augen"

Österreichs Fußball-Nationalteam konnte bei der WM in den USA kaum überzeugen. Die Analysen und die Aufarbeitung laufen.
Sport Heute
02.08.2026, 09:07
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Österreich ist bei der WM-Endrunde in Nordamerika nicht über das Sechzehntelfinale hinaus gekommen. Nach einem mühevoll erarbeiteten Sieg gegen Jordanien (3:1), der klaren Niederlage gegen Argentinien (0:2) und dem dramatischen Gruppenabschluss gegen Algerien (3:3) war der spätere Weltmeister Spanien für Rot-Weiß-Rot mehr als nur eine Nummer zu groß, die "Furia Roja" siegte mit 3:0.

Rot-Weiß-Rot hat das geschafft, was man erwarten durfte. Nicht weniger, aber vor allem auch nicht mehr. Deshalb gab es durchaus die eine oder andere kritische Stimme. Schließlich hatte Österreichs Team vor zwei Jahren mit dem Red-Bull-typischen Pressingfußball bei der EM-Endrunde 2024 für Aufsehen gesorgt, Frankreich gefordert, die Niederlande geschlagen und sogar den Vorrunden-Gruppensieg eingefahren. Diesmal wirkte die Elf von Ralf Rangnick wesentlich weniger bissig.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Analyse beim ÖFB läuft

Bei Österreichs Fußballverband läuft jedenfalls die Aufarbeitung des Turniers – sinnbildlich am Rande eines Perspektivspielerlehrgangs am ÖFB-Campus in Wien-Aspern. "Wir haben vorrangig das Ziel erreicht, die Vorrunde zu überstehen und dass wir zu den K.o.-Spielen kommen. Dass wir dann auf Spanien treffen können, das wussten wir. Wir haben die Pflicht erfüllt, das erreicht, was wir uns vorgenommen haben", meinte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel am Rande des Nachwuchs-Camps im "ORF", meinte aber auch: "Wir hätten uns gewünscht, dass wir länger im Turnier bleiben."

"Fakt ist", ergänzte Schöttel, "dass wir vor zwei Jahren bei der EM alle Spieler auf einem Top-Level hatten, die auch anders gespielt haben, als jetzt." Es gäbe demnach "Gründe," dafür, "die bei jedem individuell zu suchen sind", blickte der ÖFB-Sport-Boss auf die rot-weiß-roten Teamspieler. So schienen etwa die Mittelfeld-Laufmaschinen Nicolas Seiwald und Xaver Schlager nicht immer vollends fit gewesen zu sein – womöglich auch das Resultat der hohen Temperaturen.

"Das öffnet uns die Augen"

Einen Schritt weiter dachte da bereits Sebastian Prödl, Chef der Nachwuchs-Nationalteams beim ÖFB. "Was man gesehen hat", meinte der Ex-Teamspieler mit Blick auf die WM-Endrunde, "Technik ist Trumpf. Spanien war im technischen Vorteil. Das ist eine Entwicklung, die uns die Augen öffnet in dem, wie wir Talente begutachten." Es hätten sich "die technisch guten Mannschaften im Ballbesitz durchgesetzt", so Prödl, der deshalb auch gerade im Nachwuchsbereich "die spielerischen Fähigkeiten fördern" wolle. Das bedeute aber nicht, dass die Ära des Red-Bull-Gegenpressings vorbei sei: "Der Fußball ist athletischer geworden. Beide Welten zu vereinen, wird die Zukunft sein. Wir dürfen nicht den Fehler machen, im Nachwuchs die Technik im Hintergrund zu lassen", so der Ex-Teamspieler.

Der ÖFB habe da ohnehin "schon einige Maßnahmen gesetzt", man brauche wieder "Spaß an der Technik, am Fußball". Auch für Schöttel gebe es "keine zwei Meinungen", dass das Ballspiel wieder in den Vordergrund gelangen müsse. "Das passiert ja auch, dass wir im Nachwuchsbereich mehr Kreativität zulassen müssen. Es sind sich alle einig, dass wir uns im Spiel mit dem Ball verbessern müssen. Die guten Mannschaften können ja alles. Wir können das auch, das haben wir aber nicht abrufen können", meinte der ÖFB-Sportdirektor.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.08.2026, 09:07