Fussball

ÖFB-Star Kalajdzic fürchtet den Zorn seiner Freundin

300 Fans schauten Österreichs Fußballern beim ersten Training unter Ralf Rangnick auf die Beine. Sasa Kalajdzic schilderte "Heute" seine Eindrücke.

Erich Elsigan
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Sasa Kalajdzic saß in Bad Tatzmannsdorf Rede und Antwort.
Sasa Kalajdzic saß in Bad Tatzmannsdorf Rede und Antwort.
GEPA

"Es ist ans Limit gegangen. Es war nicht lang, aber extrem knackig." So beschreibt Christoph Baumgartner das erste Training unter dem neuen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. "Sehr, sehr anstrengend und intensiv", nickt Sasa Kalajdzic. "Es hat geheißen, das erste Training ist zum Reinkommen. Daher bin ich gespannt, was morgen draufkommt auf den Trainingsplan.

80 Minuten dauerte am Montag die Einheit im ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf. 300 Schaulustige ließen sich die Premiere des Deutschen Star-Coaches, der auch für Selfies und Autogramme zu haben war, nicht entgehen.

Sie bekamen neben Pressing-Übungen und schnellen Spielformen ein Trainingsmatch zu sehen, das erste Erkenntnisse für den Nations-League-Start gegen Kroatien (Freitag) brachte.

"Wir müssen an einem Strang ziehen"

Rangnick ließ beide Mannschaften mit Dreierkette verteidigen. Team A agierte mit Danso, Wöber und Trauner. Team B mit Trimmel, Posch und Friedl. Das Mittelfeld bildeten Ljubicic, Sabitzer, Schlager und Wolf sowie Lainer, Seiwald, Baumgartner und Lazaro. Offensiv kamen bei Team A Laimer, Onisiwo und Arnautovic zum Einsatz, Team B stürmte mit Gregoritsch, Kalajdzic und Weimann. Die "A-Garnitur" gewann mit 2:1. Laimer erzielte den ersten Treffer unter Rangnick, Friedl erhöhte per Eigentor. Weimann traf im 30-Minuten-Test zum Endstand.

Rangnick nutzte den Montag auch für Gespräche mit seinen Kickern. Das erste fand bereits am Vorabend statt. "Das Wort, das er herausgestrichen hat, war das 'Wir', also dass es nur zusammen geht. Es muss an einem Strang gezogen werden", erzählt Kalajdzic.

Der 24-Jährige steht am Freitag vor einer besonderen Partie. "Meine Freundin kommt aus Kroatien. Sie hat gesagt, wenn ich ein Tor schieße, brauch ich mich daheim nicht mehr blicken lassen", grinst der Stuttgart-Stürmer. Nachsatz: "Außer Kroatien gewinnt trotzdem."

"Bin der Erste, der gegen den Ball arbeitet"

Kalajdzic ist einer jener Spieler, die den typischen Rangnick-Fußball mit intensivem Pressing erst inhalieren müssen. "Von mir wird gefordert sein, dass ich als Spitze der Erste bin, der gegen den Ball arbeitet." Kleiner Bonus: Mit Peter Perchtold ist ein Co-Trainer an Bord, den der Angreifer bereits aus Stuttgart kennt.

Wie es auf Klubebene mit dem zwei Meter großen Striker weitergeht, ist noch unklar. Sein Vertrag beim VfB läuft 2023 aus, an Interessenten mangelt es nicht. Unter anderem haben die Bayern und Dortmund ihr Interesse deponiert. "Es wird keinen Schnellschuss geben. Es geht darum, das Bestmögliche für mich zu finden", sagt Kalajdzic. "Es ist nichts ausgeschlossen, ich bin für alles offen. Ich weiß nicht, wohin die Reise geht. Es laufen viele Dinge im Hintergrund."

Aktuell gelte die Konzentration ohnehin dem ÖFB-Team. Bis Donnerstag wird noch im Burgenland geschwitzt, ehe der Flieger nach Kroatien abhebt.

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