Lionel Messi ist ein Fußball-Gigant, einer der größten Spieler aller Zeiten und wohl der weltweit Beste der letzten 20 Jahre. Daran gibt es wenig zu rütteln. Das belegen auch beeindruckende Statistiken: Acht Tore erzielte "La Pulga" in den letzten fünf WM-Spielen, er führte seine Argentinier vor vier Jahren zum heißersehnten WM-Titel in Katar. Er war alleine dafür verantwortlich, dass die Südamerikaner beim WM-Auftakt Algerien mit 3:0 geschlagen hatten, schnürte einen Dreierpack.
Messi ist auch mit bald 39 Jahren überragend, ist in Topform. Und trotzdem rechnet sich Rot-Weiß-Rot etwas aus gegen die hochgelobten Argentinier, gegen den klaren Favoriten in der ÖFB-Gruppe J. Nicht nur, weil die Spielanlage dem ÖFB-Team entgegenkommt. Die Elf von Ralf Rangnick muss gegen Argentinien nicht zwingend das Spiel machen, kann sich auf das gefährliche Gegenpressing konzentrieren. Dass Messi nicht gerade für seine Defensivarbeit bekannt ist, ist auch kein Geheimnis.
"Wenn man sie unter Druck setzt, wenn man Überzahlsituationen herstellt mit dem Ball, machen sie auch Fehler. Das sind auch nur Menschen. Wir können sie vor Aufgaben stellen", meinte Alexander Schlager, Österreichs Nummer eins bei der WM. "Als Mannschaft können wir dagegenhalten. Wir werden uns Vollgas vorbereiten und dann das beste Österreich stellen, das wir bieten können", schob der Keeper von Red Bull Salzburg an.
Und Mittelfeld-Mann Konrad Laimer ergänzte: "Wir müssen noch einmal ein bisschen mehr sprinten und noch einmal ein bisschen mehr laufen, damit wir es denen so eklig wie möglich machen."
Doch wie schlägt man Lionel Messi? Das weiß ein rot-weiß-roter Fußball-Star nur allzu gut: David Alaba. Er ist einer von bloß drei ÖFB-Teamspielern, die bereits gegen den argentinischen Zauberer auf dem Feld standen. Und er ist der Einzige, der eine deutlich positive Bilanz gegen Messi hat: Drei Siege, eine Niederlage.
Alaba ist bereits viemal gegen Messi aufgelaufen. In bester Erinnerung gebleiben ist Bayerns denkwürdiges 8:2 im Viertelfinale der Champions League 2020 gegen Barcelona mit Superstar Messi. Auch beim souveränen 4:0 im Halbfinal-Hinspiel der "Königsliga" 2013 setzten sie Bayern deutlich mit 4:0 gegen die Katalanen durch, Alaba war in der Startelf. Mit Real Madrid verlor Alaba 2022 das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen das Pariser Star-Ensemble rund um Messi noch mit 0:1, die Spanier entschieden das Rückspiel dann mit 3:1 für sich. Vier Spiele gegen Messi, drei Siege – das muss einer Alaa einmal nachmachen.
Laimer, damals noch im Dress von RB Leipzig, durfte 2021 einmal gegen Messi und Paris St.-Germain ran, musste sich mit 2:3 geschlagen geben. Messi traf damals doppelt. Insgesamt dreimal spielte Kevin Danso, damals noch als Kicker von Lens, in der Ligue 1 gegen Paris und Messi: Es schauten eine 1:3-Pleite und zwei 1:1-Remis dabei heraus. In schlechter Erinnerung dürfte dabei das Duell vom 23. April 2022 geblieben sein, als der ÖFB-Verteidiger Gelb-Rot gesehen hatte (57.), Messi traf (68.).