Die Wienerinnen und Wiener haben sich schon (fast) daran gewöhnt: Sommer ist Öffi-Sperren-Zeit. Zahlreiche Einschränkungen bei Bahn und Bim gibt es auch in diesem Jahr. Ein Bezirk ist aber besonders betroffen: Floridsdorf. "Abgeschnitten von der Außenwelt", liest sich die Kritik von Bewohnerinnen und Bewohnern jenseits der Donau.
Bereits den dritten Sommer in Folge ist die S-Bahn-Stammstrecke zwischen den Stationen Floridsdorf und Praterstern gesperrt. Zwei Ersatzbuslinien (Direktbus und Schienenersatzverkehr mit allen Halten) werden eingerichtet und sollen die Fahrgäste in den zwei Monaten ans Ziel bringen – bevor dann direkt im Anschluss ab 7. September die S-Bahn-Strecke zwischen Praterstern und Hauptbahnhof für 14 Monate gesperrt ist, ohne spezielle Ersatzbusse.
"Ersatzbusse sind schön und gut, aber die Wege sind im Sommer einfach deutlich länger", klagt eine betroffene "Heute"-Leserin. Dazu kommen die übrigen Sperren, etwa bei der U3 oder der U4 und Umleitungen am Ring. "Der Weg vom 21. Bezirk in die innerstädtische Bezirke wird teilweise zur Odyssee", kritisiert ein Floridsdorfer.
Ein Umstand trifft die Bewohner ins Transdanubien besonders hart. Eine weitere Direktverbindung von der Innenstadt nach Floridsfdorf fällt aus – nämlich die Linie 31. Denn während Arbeiten der MA29 an der Floridsdorfer Brücke erneuern die Wiener Linien Gleisanlagen auf der Straßenbahnlinie. Die Linie 31 kann daher ab Montag, 6. Juli bis Ende August nur zwischen Schottenring und Friedrich-Engels-Platz (20. Bezirk) fahren.
"In guter Abstimmung mit der Stadt Wien wird so eine zusätzliche Baustelle für die Fahrgäste vermieden", betonen die Wiener Linien auf "Heute"-Nachfrage. Sie empfehlen auf die Linien U6, 30 und 11A auszuweichen. Immerhin für die Verbindung vom Bahnhof Floridsdorf bis nach Stammersorf wird gesorgt: "Damit unsere Fahrgäste trotz Einschränkungen gut vorankommen, ist die Linie 30 in dichteren Intervallen und länger unterwegs, heißt es.