Die Preise steigen weiter. Laut den aktuellen Inflationszahlen verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Juni im Schnitt um 3,2 Prozent. Doch ausgerechnet für Wirtshausbesucher gibt es jetzt eine gute Nachricht.
Schweinefleisch ist innerhalb eines Jahres um rund ein Viertel günstiger geworden. Das könnte sich bald auch auf der Speisekarte bemerkbar machen.
Ein Wiener Gastronom sagt zu "Heute": "Ich glaube, ich könnte das Mittagsmenü – wenn Schwein dabei ist – schon bald um bis zu einem Euro günstiger anbieten."
Auch Wiens Wirtesprecher Thomas Peschta ist vorsichtig optimistisch: "Ja, wir spüren diese Preissenkung schon." Vor allem Gerichte mit Karree, Schopfbraten oder Schulter könnten etwas günstiger werden.
Ganz so einfach sei die Rechnung allerdings nicht. Lebensmittel seien nur ein Teil der Gesamtkosten. "Energie ist wieder teurer, das Frittierfett ist auch nicht billiger geworden", sagt Peschta.
Trotzdem rechnet er damit, dass manche Betriebe bei den Menüpreisen nachgeben werden. "Wir Wirte bemühen uns jetzt stark um Zurückhaltung bei den Preisen."
Schweinefleisch mache rund 40 Prozent der klassischen Wirtshauskarte aus. Die günstigeren Einkaufspreise verschafften den Betrieben daher etwas Spielraum, um andere Kostensteigerungen auszugleichen.
Für Gäste bedeutet das vor allem eines: Die Preisspirale ist zumindest stark gebremst. "Wir tun alles, damit unsere Gäste uns wieder vermehrt besuchen. Wir spüren eine große Preissensibilität", sagt Peschta.
Seine Hoffnung richtet sich nun auf die Brauereien. Wären auch dort günstigere Einkaufspreise möglich ("ähnliche Aktionen wie beim Handel"), könnten die Wirte ihre Gäste noch leichter zurück in die Gasthäuser holen.