Am Montag werden erstmals Tausende Pendlerinnen und Pendler aus Niederösterreich auf die Sperre der Wiener Stammstrecke zwischen Wien Floridsdorf und Wien Praterstern stoßen. Seitens der Volkspartei Niederösterreich kündigen Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner und Verkehrssprecher LAbg. Florian Krumböck an, die Entwicklung der Situation genau unter die Lupe zu nehmen: "Natürlich sind gewisse Bauarbeiten in der Ostregion notwendig, um die Bahninfrastruktur für die Anforderungen des öffentlichen Verkehrs tauglich zu halten. Zentral ist dabei aber, dass die tausenden Pendlerinnen und Pendler bestmögliche Alternativen geboten bekommen", betonen Zauner und Krumböck.
Im August folgt die Ausweitung der Sperren auf die nördlichen Anschlussstrecken zwischen Floridsdorf und Jedlersdorf, Gerasdorf und Süßenbrunn. Die längste Sperre kündigen die ÖBB aber ab September an, wenn zwischen Wien Praterstern und Wien Hauptbahnhof bis voraussichtlich Ende Oktober 2027 keine Waggons rollen.
Im Zuge von Gesprächen zwischen den ÖBB, dem Land Niederösterreich und der Stadt Wien wurden umfassende Ersatz- und Umleitungskonzepte entwickelt, um die Mobilität der Fahrgäste auch während der Bauarbeiten bestmöglich sicherzustellen. "Wir werden hier sehr genau hinschauen, ob diese auch ausreichen und vor allem funktionieren. Wenn man so will, dann sind wir der Anwalt der Pendlerinnen und Pendler, die sich zurecht erwarten, dass der Öffentliche Verkehr trotz laufender Bauarbeiten funktioniert - und zwar mit möglichst geringem Zeitverlust sowie planbaren Verbindungen", so Krumböck.
VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner ergänzt: "Viele Landsleute entscheiden sich nicht aus Lust und Laune für die Bahn, sondern sind schlichtweg auf sie angewiesen. Daher darf es zu keiner Zeit des Jahres, auch nicht im Sommer, zu vermehrten Ausfällen kommen. Bahnfahren setzt Verlässlichkeit und Planbarkeit voraus. Zwei Wörter, mit denen die ÖBB in den vergangenen Tagen und Wochen nicht immer geglänzt haben. Wir werden die anstehenden Bauarbeiten genau im Blick haben und besonders die angekündigten Kompensationsmaßnahmen wie Ersatzbusse mit Argusaugen beobachten. Denn die Pendlerinnen und Pendler dürfen sicher nicht die Rechnung für fehlgeleitete Planungskonzepte zahlen."