Droht die große Sparrunde in der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)? Berichte über mögliche Schließungen von Servicestellen sorgen derzeit in mehreren Bundesländern für Verunsicherung. Auch Kärnten könnte betroffen sein, das berichtet die Kleine Zeitung.
Auslöser ist eine Aussendung der Arbeiterkammer Tirol. Demnach sollen laut durchgesickerten Einsparungsplänen künftig nur noch 77 der derzeit 141 regionalen Beratungsstellen österreichweit erhalten bleiben. Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl spricht von einem "Schlag ins Gesicht der Versicherten" und einem "Zentralisierungswahnsinn".
Während in der Steiermark, Tirol sowie Ober- und Niederösterreich bereits konkrete Standorte als mögliche Streichkandidaten genannt werden, ist in Kärnten noch völlig offen, welche Servicestellen betroffen sein könnten.
Derzeit betreibt die ÖGK Kundenservicestellen in Klagenfurt, Villach, Spittal, St. Veit, Völkermarkt, Wolfsberg, Feldkirchen und Hermagor.
Aus der ÖGK-Zentrale in Wien gibt man sich zurückhaltend. "Es gibt ein breit angelegtes Projekt zur Weiterentwicklung des Kundenservices in ganz Österreich, aktuell geht es nicht um konkrete Standorte", heißt es zur Kleinen Zeitung.
Außerdem betont die Gesundheitskasse: "Die Überlegungen der ÖGK zielen auf ein Mehr an Kundenservice ab, das heißt: regional, persönlich und digital im Gleichklang."
In Kärnten kennt derzeit niemand konkrete Pläne. Sowohl die Landesstelle der ÖGK als auch die Arbeiterkammer Kärnten wissen nach eigenen Angaben nichts von möglichen Schließungen. Auch aus dem Büro von Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) heißt es: "Uns liegen keinerlei Informationen über vorhandene Schließungspläne vor."