Österreich hat es geschafft: Unser Land wurde von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen für die Jahre 2027 und 2028 als nicht-ständiges Mitglied in den UNO-Sicherheitsrat gewählt. Für die Bundesregierung ist das ein starkes Zeichen des internationalen Vertrauens. Ab kommendem Jahr sitzt Österreich damit bereits zum vierten Mal im wichtigsten sicherheitspolitischen Gremium der Welt.
Die Vorbereitungen dafür liefen ganze 15 Jahre. Die gesamte Bundesregierung hat sich mit vollem Einsatz eingebracht. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat allein in den letzten 15 Monaten bei Vertretern aus mehr als 150 Ländern um Unterstützung für Österreich geworben. Das Team Rot-Weiß-Rot setzte im Wahlkampf auf Partnerschaft, Vertrauen und Dialog – und das in einer Zeit, in der die Welt stark polarisiert ist. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Österreich nach 16 Jahren wieder einen Platz im Sicherheitsrat bekommt.
Österreich will diesen Sitz nutzen, um die Reform des UNO-Sicherheitsrats weiter voranzutreiben und eigene Schwerpunkte einzubringen: Schutz von Zivilisten, Stärkung von Friedensmissionen, Verteidigung der internationalen Rechtsordnung sowie den Umgang mit neuen Bedrohungen wie Künstlicher Intelligenz und Desinformation. Gerade diese Themen sind für die Sicherheit und Stabilität in Europa – und somit auch für Österreich – besonders wichtig.
Der nicht-ständige Sitz im UNO-Sicherheitsrat stärkt auch Österreichs Rolle als internationalen Standort. Wien als einer der vier UNO-Amtssitze und viele internationale Organisationen sowie der Kongresstourismus profitieren von der erhöhten Sichtbarkeit. Das bringt nicht nur Prestige, sondern auch wirtschaftlichen Aufschwung und Chancen für heimische exportorientierte Unternehmen.
Bundeskanzler Christian Stocker betont: "Österreich wird 2027 und 2028 Verantwortung im UNO-Sicherheitsrat übernehmen – das ist ein großer diplomatischer Erfolg für unser Land. Wir wollen und wir werden nicht nur von der Seitenlinie aus zusehen, wie sich unsere Welt entwickelt, sondern wir gestalten sie aktiv mit, um einen Beitrag für Frieden und Sicherheit in der Welt zu leisten. Österreich ist eine verlässliche Stimme für Dialog statt Konfrontation, für Verständigung statt Blockdenken und für eine regelbasierte internationale Ordnung, in der die Stärke des Rechts über dem Recht des Stärkeren steht."
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger erklärt: "Der Einsatz und die vielen internationalen Kontakte der letzten Jahre haben sich ausgezahlt: Österreich sitzt wieder mit am Tisch, wo über Frieden, Sicherheit und Stabilität entschieden wird. Die Wahl in den UNO-Sicherheitsrat stärkt Österreichs Stimme in der Welt – politisch, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Sie ist ein klares Zeichen für das große Vertrauen in unsere Arbeit und die österreichische Diplomatie. Die Welt vernetzt sich gerade neu. In diesem Schlüsselmoment ist ein starkes, internationales Netzwerk Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität in Österreich. Österreich ist dank der Kampagne heute weltweit so gut vernetzt wie noch nie. Mein Dank gilt allen, die einen Beitrag zu dieser Kampagne geleistet haben. In einem erfolgreichen Zielsprint haben wir die langjährigen Bemühungen Österreichs zum Erfolg geführt."
Auch Vizekanzler Andreas Babler zeigt sich erfreut: "Ein starkes Signal des Vertrauens: Österreich wurde in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt. Unsere Aufgabe ist klar: Frieden stärken, Dialog ermöglichen und internationales Recht verteidigen. Die Welt braucht mehr Zusammenarbeit, nicht weniger."