Mancherorts war es ein tausendjähriges Hochwasser, und aktuell ist die Weststrecke wegen Reparaturarbeiten abermals wochenlang gesperrt. Der Starkregen mit seinen Überflutungen im vergangenen Herbst hat in Österreich tiefe Spuren hinterlassen – aber nicht nur bei uns. Auch Tschechien, Polen, die Slowakei, Bosnien und Herzegowina sowie Moldau waren schwer betroffen.
Die Europäische Kommission hat deshalb vorgeschlagen, 280 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) für die Unterstützung der Hochwassersanierung bereitzustellen. 42,8 Millionen fließen nach Österreich. Finanziert werden soll damit primär die Instandsetzung beschädigter Infrastruktur sowie neue Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung.
"Diese verheerenden Überschwemmungen haben tiefgreifende Auswirkungen in ganz Mitteleuropa und darüber hinaus hinterlassen. Die Kommission steht in voller Solidarität mit den betroffenen Gemeinschaften. Der EU-Solidaritätsfonds ist ein greifbarer Ausdruck unseres Engagements, den EU-Mitgliedstaaten und Partnerländern dabei zu helfen, sich rasch zu erholen und widerstandsfähig wieder aufzubauen", sagt Raffaele Fitto, Exekutiv-Vizepräsident für Kohäsion und Reformen.
Das Europäische Parlament sowie der Rat müssen diesem Vorschlag noch zustimmen. Seit seiner Gründung im Jahr 2022 hat der EU-Solidaritätsfonds als Reaktion auf 137 Katastrophenereignisse, 117 Naturkatastrophen und 20 gesundheitliche Notlagen über 9,6 Milliarden Euro auf 24 Mitgliedstaaten und 4 Beitrittsländer verteilt.