"Absolut inakzeptabel"

Österreicher in Israel-Haft – jetzt reagiert Ministerin

Drei Österreicher sitzen nach dem Stopp der Gaza-Hilfsflotte in Israel fest. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich empört.
Newsdesk Heute
20.05.2026, 21:59
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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat nach dem Stopp der "Gaza Sumud Flotilla" durch Israel scharfe Kritik an den veröffentlichten Aufnahmen von Polizeiminister Itamar Ben-Gvir geübt. Gleichzeitig bestätigte sie, dass sich derzeit auch drei Österreicher in israelischem Gewahrsam befinden. Wie berichtet, soll darunter der frühere ÖSV-Abfahrer Julian Schütter sein.

Meinl-Reisinger schrieb auf X, die Videos seien "absolut inakzeptabel". Österreich habe seine Empörung bereits gegenüber der israelischen Botschaft in Wien ausgedrückt. Zudem habe man Israel schon im Vorfeld mehrfach aufgefordert, "mit großer Zurückhaltung zu reagieren und das Völkerrecht einzuhalten". Die österreichische Botschaft unterstütze die Betroffenen, um ihnen eine baldige Ausreise zu ermöglichen. Die Sicherheit österreichischer Staatsbürger habe "oberste Priorität".

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Video sorgt für Aufregung

Die umstrittenen Aufnahmen zeigen Gaza-Aktivisten der Hilfsflotte in Aschdod auf den Knien, während Ben-Gvir zwischen den gefesselten Menschen die israelische Flagge schwenkt und ruft: "Willkommen in Israel, wir sind hier die Hausherren."

Sogar innerhalb Israels sorgte das Video für Kritik. Premier Benjamin Netanjahu erklärte, der Umgang mit den Aktivisten entspreche nicht den "Werten und Normen Israels". Außenminister Gideon Saar schrieb auf X, Ben-Gvir habe "unserem Staat mit diesem beschämenden Auftritt wissentlich Schaden zugefügt" und sei "nicht das Gesicht von Israel".

Israels Außenministerium hatte zuvor den vollständigen Stopp der aus 51 Booten bestehenden "Gaza Sumud Flotilla" gemeldet. Alle 430 Aktivisten seien nach Aschdod gebracht worden. Laut den Organisatoren sollen sie nun in ein Gefängnis in der israelischen Wüste überstellt werden. Ziel der Flotte sei es gewesen, "einen humanitären Korridor einzurichten und Israels illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen".

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