"Schmerzhaft, total gebrannt"

Österreicherin (36) von Kreuzotter gebissen

Beim Klettern am Donnerkogel in Gosau wurde Simone Puchberger (36) von einer Kreuzotter gebissen. Die Sportlerin musste per Heli geborgen werden.
André Wilding
10.09.2026, 09:30
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Mitten in einer steilen Kletterpassage entdeckte Simone Puchberger plötzlich eine Kreuzotter in einem Felsspalt. Ausweichen konnte die 36-Jährige nach eigenen Angaben nicht mehr. Wenige Augenblicke später biss die Schlange zu.

Die Niederösterreicherin aus Stadt Haag war mit einer Freundin am Intersport Donnerkogel-Klettersteig in Gosau unterwegs. Puchberger ist eine erfahrene Sportlerin und absolviert nach etwa einmal pro Woche einen Klettersteig.

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"Der Biss war so schmerzhaft"

Der Schlangenbiss traf sie am linken Unterarm. Die Schmerzen beschreibt Puchberger drastisch: "Der Biss war so schmerzhaft. Es hat total gebrannt, so wie wenn dir jemand mit einem ein Feuerzeug die Haut versengt."

Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Frauen bereits rund 40 Minuten unterwegs. Puchberger hatte erst im Vorjahr eine Klettersteigausbildung beim Alpenverein absolviert.

"Wir waren circa 40 Minuten geklettert. Ich hab’ vor einem Jahr die Klettersteigausbildung beim Alpenverein gemacht, kenne mich eigentlich gut aus. Aber was da passiert ist, das kann man sich so nicht vorstellen. Wir waren an einer Stelle mit lauter Trittstifterl, sind mit Armkraft die Wand hochgeklettert. Auf einmal seh’ ich schon die Kreuzotter in einer Felsspalte. Ich bin weitergeklettert, es gab ja keine andere Möglichkeit. Ich hab’ noch gesehen, wie sie sich als Drohgebärde zurückzieht – und dann hat sie mich gebissen."

Unterarm schwillt stark an

Nach dem Biss machte die 36-Jährige sofort ihre vorausgehende Freundin auf die Situation aufmerksam. Gemeinsam suchten die beiden einen Platz, an dem sie warten konnten.

"Ich hab’ meiner Freundin geschrien, die vor mir war. Ich bin ihr nachgeklettert, und dann haben wir uns eine Stelle gesucht, wo wir sitzen konnten. Mein Unterarm ist voll angeschwollen, und das Gewebe hat sich dunkelbraun-lila verfärbt."

Die beiden Frauen verständigten daraufhin die Bergrettung. Die Einsatzkräfte rieten ihnen, nicht weiterzuklettern. Puchberger und ihre Begleiterin warteten deshalb auf Hilfe.

Bergung mit Rettungshubschrauber

Schließlich rückte ein Rettungshubschrauber an. Die beiden Frauen wurden mit dem Tau aus dem Klettersteig geborgen.

Puchberger zeigt sich im Nachhinein dankbar für den Einsatz: "Nach 40 Minuten war alles erledigt. Hut ab vor dem Team, es war alles super organisiert."

Ihre ungewöhnliche Begegnung mit der Kreuzotter schildert die 36-Jährige inzwischen in Videos auf Facebook und Instagram. Damit will sie andere auf Gefahren aufmerksam machen, die auch auf einem Klettersteig auftreten können.

wil,Akt. 10.09.2026, 10:24, 10.09.2026, 09:30