"Ein arges Gefühl"

Österreicherin musste Nacht im Flugzeug verbringen

Wegen heftigen Schneefalls herrschte am Münchner Flughafen Chaos. Rund 500 Passagiere mussten stundenlang im Flugzeug ausharren.
André Wilding
24.02.2026, 08:51
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Was als Heimreise enden sollte, wurde für Simone W. (31) zur Geduldsprobe. Die Grazerin wollte laut "Kronen Zeitung" am Donnerstagabend von München nach Graz weiterfliegen, nachdem sie bereits einen zehnstündigen Langstreckenflug aus Südafrika hinter sich hatte. Doch der Wintereinbruch legte den Flughafen lahm.

"Startbahn war vereist"

Zwar wurden zahlreiche Flüge gestrichen, ihrer jedoch nicht. Um 21.30 Uhr stiegen die Passagiere planmäßig in die Maschine von Air Dolomiti ein. Dann ging nichts mehr. "Zuerst sind wir eineinhalb Stunden gestanden, weil die Startbahn vereist war. Dann sind wir gerollt, haben die Sicherheitseinweisung bekommen, die Lichter sind ausgegangen", erklärt die Österreicherin gegenüber der "Krone".

Die 31-Jährige nickte ein. Doch statt in Graz zu landen, stand das Flugzeug kurze Zeit später wieder auf der Parkposition in München. Die Startbahn war mittlerweile gesperrt. Auch ein weiterer Anlauf scheiterte. "Wir haben nur ganz vage Infos bekommen", schildert Simone W. der Tageszeitung.

Leiter fehlte, Busse fuhren nicht

Erst gegen 1 Uhr früh kam die Nachricht: Der Flug ist gestrichen, ein Ersatzflug für 8 Uhr angesetzt. Die Passagiere hofften, zumindest aussteigen und sich ein Hotel suchen zu können. Doch auch das zog sich. Es fehlte zunächst an einer Leiter, um die Maschine zu verlassen. "Es hieß immer nur, der Flughafen sei unterbesetzt und wir müssen warten. Irgendwann gegen 3 Uhr früh kam die Leiter, aber die Busse sind noch nicht gefahren", so Simone zur "Krone".

Erst um 4.30 Uhr konnten die Fluggäste das Flugzeug schließlich verlassen. Insgesamt waren laut Lufthansa rund 500 Menschen betroffen. Trotz der angespannten Lage blieb die Stimmung ruhig. "Trotz der Situation waren die Leute entspannt und freundlich. Das Bordpersonal war auch sehr bemüht", erzählt die Grazerin weiter. Die Kinder an Bord, allesamt im Volksschulalter, verhielten sich ebenfalls ruhig. Versorgt wurden die Passagiere mit Wasser und Keksen.

"Ich finde es verantwortungslos"

Unverständnis gibt es dennoch. "Ich finde es nur verantwortungslos, dass man den Flug nicht gleich storniert hat", sagt Simone W. gegenüber der "Kronen Zeitung". "Man kommt einfach nicht aus der Maschine raus. Das ist ein arges Gefühl."

Für die 31-Jährige blieb eine schlaflose Nacht im Flieger - und eine Heimreise, die sie so schnell nicht vergessen wird.

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