Die Vereinten Nationen haben eine Österreicherin für eine wichtige Funktion im Iran nominiert: UN-Generalsekretär António Guterres hat Christine Weigand zur neuen UN-Koordinatorin in dem Land ernannt. Die Bestellung erfolgte mit Zustimmung der Regierung des Gastlandes und tritt mit 1. Februar in Kraft.
Weigand bringt laut UN umfangreiche Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit. Zuletzt war sie als Landesvertreterin des Kinderhilfswerks UNICEF in Armenien tätig, wo sie strategische Führung übernahm, politische Partnerschaften stärkte und nationale Entwicklungsprioritäten unterstützte.
Zuvor arbeitete sie als UNICEF-Vertreterin in Turkmenistan und leitete dort die Umsetzung des Länderprogramms. In den Jahren 2020 bis 2021 war sie außerdem interimistisch UN-Koordinatorin in Turkmenistan.
Vor ihrer Tätigkeit bei den Vereinten Nationen arbeitete Weigand zwischen 2008 und 2011 bei der deutschen Entwicklungsbank KfW als Projektmanagerin und Ökonomin im Bereich Sozialschutz. Dort betreute sie Projekte in den Bereichen Bildung, HIV/AIDS und soziale Sicherung in Malawi, Südafrika und Simbabwe.
"Genau das gefällt mir – von einem Land ins andere zu wechseln, stets Neues zu lernen, sich immer wieder anderen Kulturen auszusetzen", sagte sie nach ihrem ersten Wechsel nach Teheran Ende 2015 dem Portal deutschland.de des deutschen Auswärtigen Amtes.
Weigand hat einen Masterabschluss in internationalen Wirtschaftsstudien der Maastricht University in den Niederlanden. Sie spricht fließend Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch.