Marlene Engelhorn sorgte im Vorjahr monatelang für Schlagzeilen. Sie wollte den Großteil ihres Erbes (25 Millionen Euro) – sie ist die Urururenkelin des BASF-Gründers – an die österreichische Gesellschaft "zurückgeben" und tat dies schließlich auch.
Wohin die finanziellen Mittel flossen, entschied aber nicht sie selbst, sondern der von ihr gegründete "Gute Rat". Der Rat bestand aus 50 Menschen und bildete Österreich demografisch im kleinsten Format ab, hieß es. Wer wie viel Geld bekam, siehst du in der Foto-Strecke:
Nun, Monate später, gerät Engelhorn wieder in die Schlagzeilen – mit einer Ankündigung, die frappant an ein Vorhaben der Klimaaktivistin Greta Thunberg erinnert. Nachdem Thunberg im Juni mit weiteren Aktivisten am Segelboot "Madleen" am Weg nach Gaza von der israelischen Marine gestoppt wurde, hat genau das nun auch Engelhorn vor.
Zumindest kündigte sie dies auf Instagram an: "Ok, ich bin an Bord! Ich segel mit." Und: Sie sei "gegen Genozid, Apartheid, illegale Besatzung und für ein freies Palästina".
Von der Aktivistengruppe Global Sumud Flotilla heißt es indes, dass man weder Abfahrtsort noch Teilnehmer nennen werde, nur das Ziel sei klar: Man wolle "die israelische Seeblockade durchbrechen und Lebensmittel verteilen".
Dieses Vorhaben geriet damals unter Beteiligung von Thunberg zum PR-Stunt. Von der israelischen Marine gestoppt, sollen die Crewmitglieder ihre elektronischen Geräte ins Mittelmeer geworfen haben.
Die "Selfie-Yacht der Promis'', wie sie Israel bezeichnete, wurde an der Küste festgesetzt, die Teilnehmer in Flieger in ihre Heimatländer gesetzt oder der Justizbehörde vorgeführt.
Die israelische Armee hatte das Segelschiff der Aktivisten nach Angaben des Bündnisses Freedom Flotilla Coalition rund 200 Kilometer von der Küste des Gazastreifens in internationalen Gewässern abgefangen. Kilometerweit vor dem eigentlichen Ziel.