Embacher und Jan Hörl ist am Montag ein echter Coup gelungen, sie holten nach ernüchternden Wettkämpfen auf der Normalschanze und dem Einzel auf der Großschanze im letzten Bewerb doch noch die erste Olympia-Medaille in Predazzo. Embacher und Hörl trumpften auf, lagen beim wetterbedingten Abbruch des Bewerbs während der letzten Startgruppe überlegen in Führung.
Die Goldene musste freilich gefeiert werden. Tags darauf schauten die ÖSV-Starspringer im Österreicher-Haus in Cortina vorbei. "Ich bin noch baff", sagte Embacher der "Kleinen Zeitung". Er bekomme regelrecht Ganslhaut. "Vor allem dann, wenn ich mir vorstelle, dass ich als kleines Kind davon geträumt habe."
Allzu lang wurde es aber nicht. Schon am Mittwoch ging es für Embacher dem Bericht zufolge zurück in die Schule, ins Skigymnasium nach Stams. "Das werden aber ohnehin entspannte Tage. Im Winter sind nie so viele Leute da", lachte der 20-Jährige. Gefeiert wird trotzdem. "Ich bin zwar erst 20 Jahre alt, aber ich halte es aus. Wir haben es uns verdient", schmunzelte Embacher.
Nach dem Olympia-Spektakel in Predazzo macht der Weltcup nun ohnehin Pause. Es geht erst am 28. Februar und am 1. März mit dem Heimfliegen auf dem Kulm weiter. Für den Tiroler, der es im Weltcup bisher dreimal aufs Stockerl schaffte, das nächste ganz große Ziel.