Edelmetall verpasst

ÖSV-Poker ging schief: "Haben es da liegen gelassen"

Zum Abschluss der Olympischen Alpin-Bewerbe ist Österreich im Damen-Slalom leer ausgegangen. Mikaela Shiffrin holte die Goldmedaille.
Sport Heute
18.02.2026, 18:32
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Shiffrin setzte sich in Cortina überlegen durch, lag schon nach dem ersten Durchgang komfortabel mit einem Vorsprung von 82 Hundertstelsekunden auf die Deutsche Lena Dürr, die beim ersten Tor einfädelte, in Führung. Shiffrin lieferte in der Entscheidung ab und setzte sich 1,50 Sekunden vor der Schweizerin Camille Rast durch. Bronze ging an die Schwedin Anna Swenn Larsson (+1,71).

Österreichs Läuferinnen gingen allerdings leer aus. Katharina Truppe wurde als Fünfte die beste ÖSV-Läuferin (+2,00), zu Bronze fehlten 29 Hundertstelsekunden. Katharina Huber landete direkt dahinter auf Rang sechs (+2,08).

ÖSV-Poker ging daneben

Ein besseres Ergebnis ließen die beiden ÖSV-Läuferinnen im ersten Durchgang liegen, wie Truppe und Huber nach der Entscheidung betonten. "Es ist schade, wir können uns nichts vorwerfen. Der Rückstand aus dem ersten Durchgang war einfach zu groß, es ist jetzt sehr eng hergegangen", meine die Kärntnerin Truppe. Und Huber ergänzte: "Wir haben es im ersten Durchgang liegen gelassen, zu viele Fehler gemacht. Das erlaubt der Hang hier nicht", so die Niederösterreicherin.

Pikant dabei: Ausgerechnet den ersten Kurs hatte mit Klaus Mayrhofer ein ÖSV-Trainer gesteckt. Er ließ sich etwas Besonderes einfallen: Eine schief gesetzte Haarnadel, die man mit zwei Linien fahren konnte. Die Österreicherinnen wählten erst einen Linksschwung und dann die direkte Ausfahrt, während Shiffrin, Dürr und Co. gleich direkt in die Haarnadel hineinfuhren und dann den Schwung bei der Ausfahrt machten. Die Schnellsten setzten nicht auf die Österreicherinnen-Linie, obwohl Coach Mayrhofer in der Pause noch hervorhob, dass Huber in dieser Passage die Schnellste war. Trotzdem häuften sich die Fehler auf dem ÖSV-Kurs.

"An dieser Passage ist es nicht gelegen. Von oben weg sind wir nicht ganz reingekommen, da kann man der Kurssetzung nicht die Schuld geben", meinte die Team-Kombi-Olympiasiegerin Huber dann.

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