Das im Schuljahr 2024/2025 eingeführte Jobticket für Wiener Landeslehrer wird neu geregelt. Laut einem Antrag soll der Kostenersatz für das Öffi-Ticket ab dem Finanzjahr 2026 nur noch Lehrern zustehen, deren Dienstverhältnis länger als 30 Monate dauert. Junglehrer wären in den ersten zweieinhalb Jahren vom Jobticket ausgeschlossen.
Der Antrag wird nun im Bildungsausschuss behandelt. Die Beschlussfassung ist für den 20. Jänner im Wiener Gemeinderat vorgesehen. Bisher erhielten Landeslehrer entweder eine kostenlose, auch privat nutzbare Jahreskarte der Wiener Linien oder den Wiener Anteil am Klimaticket ersetzt.
Kritik an der geplanten Einschränkung kommt von der Wiener Volkspartei und der Lehrergewerkschaft FCG. ÖVP-Klubobmann und Bildungssprecher Harald Zierfuß spricht von einem Rückschritt. "Groß angekündigt, politisch umgefärbt und nun rasch wieder kassiert: Das ,Jobticket’ für Wiener Landeslehrer entpuppt sich als klassisches SPÖ-Wahlzuckerl mit Ablaufdatum", sagt Zierfuß.
Aus Sicht der ÖVP werde damit ein Anreiz für junge Lehrer wieder zurückgenommen. Gerade Berufseinsteiger seien in Wien besonders gefragt, da an Pflichtschulen seit Jahren Lehrermangel herrsche.
Auch die Lehrergewerkschaft äußert sich kritisch. FCG-Lehrervertreter Thomas Krebs erklärt:
"Nur ein Jahr nach der Wahl wird das Jobticket bereits wieder massiv eingeschränkt. Künftig soll der Anspruch erst ab dem 30. Monat im Dienstverhältnis bestehen. Damit wird genau jener Anreiz zunichte gemacht, für den wir uns eingesetzt haben."