Mit dem neuen magnus Ambulatorium für sexuelle Gesundheit gibt es erstmals eine zentrale Anlaufstelle für Beratung, Tests und Behandlungen rund um HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI).
Das von der Aids Hilfe Wien gemeinsam mit Stadt Wien und Krankenkassen getragene Zentrum vereint medizinische Versorgung, Prävention sowie psychosoziale Unterstützung unter einem Dach. Rund 30.000 Patientenkontakte pro Jahr werden erwartet.
Aids-Hilfe-Wien-Vorsitzende Mirijam Hall spricht von einer "Sternstunde für die sexuelle Gesundheit". Das neue Ambulatorium mache Wien "sicherer, gerechter und gesundheitlich besser versorgt".
Der Zeitpunkt sei wichtig: Laut der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC steigen sexuell übertragbare Infektionen europaweit deutlich an. Das neue Zentrum soll mit niederschwelligen Angeboten gegensteuern.
Unter der Leitung von Alexander Zoufaly und Matthias Skocic wird das Ambulatorium auch als Referenzzentrum für HIV-Prävention (PrEP und PEP) dienen. Zusätzlich entsteht erstmals ein statistisches Kompetenzzentrum für sexuell übertragbare Infektionen in Wien.
ÖGK-Wien-Chefin Agnes Streissler-Führer bezeichnet das Projekt als "Leuchtturmprojekt", das zeige, wie Prävention, Versorgung und Datenmanagement erfolgreich zusammenspielen können.
Auch Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) sieht im Zentrum einen Meilenstein. Es sei ein "einmaliges Kompetenzzentrum", das vor allem vulnerablen Gruppen den Zugang zu wichtigen Gesundheitsleistungen erleichtere und frühe Diagnosen fördere.
NEOS-Gesundheitssprecherin Jing Hu betont: "Sexuelle Gesundheit geht uns alle an." Das neue Ambulatorium vereine Beratung, Testung und Behandlung an einem Ort, baue Hürden ab und ermögliche einen unkomplizierten Zugang zu medizinischer Betreuung.