Während die Ski-Stars aus Österreich, der Schweiz oder Norwegen auf Gletschern groß wurden, begann Alexander Astridges Karriere zwischen Boutiquen und Food-Courts. Klingt verrückt, ist aber kein Scherz. Der 19-Jährige stand beim Olympia-Slalom 2026 am Start – das Skifahren lernte er anders als seine Konkurrenz aber in einer Shopping-Mall.
Zwar wurde Astridge in England geboren, doch schon mit sechs Monaten zog seine Familie in die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort gibt es vor allem eines: Hitze. Statt Schneefall herrschen Durchschnittstemperaturen von rund 30 Grad. Keine klassischen Voraussetzungen für eine Ski-Karriere. Doch Astridge wurde bei seiner Suche nach Schnee fündig – und zwar mitten in Dubai.
Denn: In der gigantischen Mall of the Emirates, einem der größten Einkaufszentren der Welt, befindet sich eine Skihalle. Genau dort machte er seine ersten Schwünge. "Ich habe mit drei Jahren bei Ski Dubai mit dem Skifahren angefangen", erzählt der gebürtige Brite.
Und er blieb dabei. "Als ich die Leidenschaft und die inspirierende Art des Teams bei Ski Dubai und dem Wintersportverband sah, wusste ich, dass ich Teil von etwas Besonderem sein könnte", sagt Astridge. Die Unterstützung sei von Anfang an enorm gewesen. "Ski Dubai und das Olympische Komitee waren fantastisch. Sie haben meinen Traum wahr werden lassen."
Dass er überhaupt auf Skiern landete, hat familiäre Gründe: Sein Vater ist Neuseeländer, seine Mutter Italienerin, Verwandte leben in der Schweiz. "Deshalb wollte meine Mutter, dass ich Skifahren lerne, falls ich einmal mit ihnen in den Urlaub fahren sollte", verriet er dem "Blick". Und aus dem Urlaubs-Spaß wurde Olympia.
Beim Slalom in Bormio konnte Astridge seinen ersten Lauf mit Startnummer 76 zwar nicht beenden – doch allein seine Teilnahme war eine Sensation. Vom Wüstensand auf die größte Wintersport-Bühne der Welt: Eine Geschichte, die nur Olympia schreibt.