"Fuck ICE!"

Olympia-Star sorgt mit Urin-Protest für Aufsehen

Olympia-Freestyler Gus Kenworthy protestiert mit einer in den Schnee gepinkelten Botschaft gegen die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE.
Sport Heute
08.02.2026, 10:55
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Olympia-Freestyler Gus Kenworthy sorgt in Italien für Wirbel. Der Brite postete auf Instagram ein Foto aus dem Schnee – mit klarer Botschaft: "fuck ice". Nach eigenen Angaben schrieb er den Satz selbst in den Schnee. Mit Urin.

Der Protest richtet sich gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Kenworthy wurde deutlich. "Unschuldige Menschen wurden ermordet, und es reicht jetzt. Wir können nicht länger zusehen, wie ICE weiterhin mit ungehinderter Macht in unseren Gemeinden agiert", schrieb er zu dem Posting.

ICE steht in den USA massiv unter Druck. Der Behörde wird brutales Vorgehen gegen Migranten vorgeworfen. Bei Einsätzen kamen zuletzt zwei Menschen ums Leben. Brisant: Bei den Olympischen Spielen sollen ICE-Beamte Teil des Sicherheitsteams der US-Delegation sein. Sie schützen hochrangige Politiker wie Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio.

Vance wurde bei der Eröffnungsfeier in Mailand lautstark ausgebuht. Schon davor hatte es in der Stadt Proteste gegen ICE gegeben.

Strafen muss Kenworthy nicht befürchten. Das Internationale Olympische Komitee greift nicht ein. Zwar verbietet Regel 50 der Olympischen Charta politische Botschaften während der Bewerbe. Private Social-Media-Posts fallen aber nicht darunter. Ein IOC-Sprecher erklärte: "Während der Olympischen Spiele haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ansichten gemäß den Richtlinien für die Meinungsäußerung von Athleten zu äußern. Das IOC reguliert keine persönlichen Beiträge in sozialen Medien".

Auch im US-Team regt sich Kritik an ICE. Freestyler Chris Lillis zeigte sich betroffen. "Ich bin untröstlich, wenn ich sehe, was in den USA passiert", sagte er. "Als Land müssen wir uns darauf konzentrieren, die Rechte aller zu respektieren und sicherzustellen, dass wir unsere Bürger sowie alle anderen mit Liebe und Respekt behandeln."

Teamkollege Hunter Hess sprach von inneren Konflikten. Er habe "gemischte Gefühle", die USA derzeit zu vertreten. "Wenn es mit meinen moralischen Werten übereinstimmt, fühle ich mich vertreten. Aber nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was gerade in den USA passiert."

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