"Nervt ohne Ende"

Rodel-Team attackiert sich gegenseitig körperlich

Das deutsche Rodel-Doppelsitzer-Duo Toni Eggert und Florian Müller sorgen vor den Rodel-Bewerben für Aufsehen.
Sport Heute
07.02.2026, 15:17
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Kurz vor den olympischen Rodelbewerben sorgt das deutsche Doppelsitzer-Duo Toni Eggert und Florian Müller für Negativschlagzeilen. Auslöser ist ein wütendes Interview von Eggert, in dem er seinen Partner öffentlich scharf kritisierte. Auch Vorwürfe über körperliche Übergriffe stehen im Raum.

Bei seiner vierten Olympia-Teilnahme soll für Toni Eggert endlich der große Gold-Triumph gelingen. Doch wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) geraten sportliche Ambitionen in den Hintergrund. Ein emotionaler Auftritt des elfmaligen Weltmeisters und Berichte über einen handfesten Zwischenfall sorgen für Unruhe im deutschen Team.

Der Stein kam nach der Olympia-Generalprobe Ende Januar in Oberhof ins Rollen. Nach Rang sechs platzte Eggert der Kragen – und das ausgerechnet öffentlich. Nach einem misslungenen Start nahm er seinen Doppelsitzer-Partner Florian Müller ins Visier. Während Eggert verbal austeilte, wirkte Müller sichtlich getroffen und verzichtete auf eine Stellungnahme.

"Er muss nur mal mitmachen, dann kann man das regeln. Momentan funktionieren wir leider nicht als Team, das nervt ohne Ende. Es muss sich ändern", sagte Eggert damals. Gleichzeitig betonte er die Qualität des Materials: "Wenn ich mir die Zeitverläufe anschaue, dann hat keiner so eine schnelle Kiste wie wir." Aussagen, die bei Beobachtern für deutliche Irritation sorgten.

Wie "Bild" berichtet, ging daraufhin sogar eine schriftliche Beschwerde beim Deutschen Olympischen Sportbund ein. Eggert musste sich anschließend einem klärenden Gespräch mit Bundestrainer Patric Leitner stellen. Rodel-Boss Thomas Schwab erklärte dazu: "Ergebnis war, dass man solche Themen künftig intern analysiert und nicht öffentlich austrägt."

Der Vorfall in Oberhof war allerdings nicht der erste dieser Art. Bereits im November soll Eggert nach einer misslungenen Trainingsfahrt in Altenberg verbal entgleist sein – und auch körperlich auffällig geworden sein. Schwab bestätigte: "Er hat ihn damals mit der flachen Hand auf die Brust geschlagen." Der Verbandschef sprach von einer klaren Grenzüberschreitung, die inakzeptabel sei und sich keinesfalls wiederholen dürfe.

Eggert erhielt daraufhin eine "dunkelgelbe Karte". Müller soll seinem Partner den Ausrutscher verziehen und die Situation auf die aufgeheizten Emotionen zurückgeführt haben. Trotz der jüngsten Turbulenzen eint das Duo weiterhin ein gemeinsames Ziel: olympisches Gold. Mit seinem früheren Partner Sascha Benecken gewann Eggert bereits Silber bei Olympia 2022 sowie Bronze 2018 – nun soll es endlich zur Krönung reichen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.02.2026, 15:17
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