Mit dem Wintersport-Spektakel rücken auch die Anti-Doping-Jäger wieder in den Vordergrund. Rund um die Spiele finden regelmäßig Tests statt. Die Sport-Stars selbst sind besonders vorsichtig – vor allem auch, wenn es um intimen Körperkontakt geht.
Das hat zumindest eine Umfrage der nordeuropäischen Rundfunksender aus Norwegen (NRK), Schweden (SVT), Finnland (YLE) und Dänemark (DK) ergeben. 184 Athletinnen und Athleten nahmen an der Umfrage teil. Und stolze 24,7 Prozent der Sport-Stars gaben an, auf gelegentliche intime Kontakte gänzlich zu verzichten. Aus Angst, kontaminiert zu werden, aus Angst, verbotene Stoffe im Körper aufzunehmen.
10,9 Prozent der Sportler würden demnach sogar regelmäßig auf Sex verzichten – eine Vorsichtsmaßnahme, um einem positiven Dopingtest vorzubeugen.
Ähnlich ist die Herangehensweise auch bei Medikamenten und Tabletten. Elf Prozent erklärten, nie derartige Medikamente zu sich zu nehmen. 60 Prozent erklärten darüber hinaus, auf Hautcremes oder andere Pflegeprodukte zu verzichten, um möglichen minimalen Verunreinigungen vorzubeugen.
Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina haben schon vor dem Auftakt den ersten Dopingfall: die italienische Biathletin Rebecca Passler, Freundin von Österreichs Biathlon-Ass Dominic Unterweger, war vor den Spielen in ihrer Heimat positiv auf die verbotene Substanz Letrozol getestet worden.